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Lokales Ex-Metrochef kauft Taschenbergpalais - Kempinski bleibt Betreiber des Dresdner Luxushotels
Dresden Lokales Ex-Metrochef kauft Taschenbergpalais - Kempinski bleibt Betreiber des Dresdner Luxushotels
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17:36 09.09.2015
Das Taschenbergpalais hat einen neuen Eigentümer. Betreiber der Luxusherberge bleibt aber Kempinski. Quelle: Ralf Hirschberger, dpa

von Dänemark, Beatrix, Königin der Niederlande, Fürst Albert II. von Monaco und Künstler wie Thomas Gottschalk, Udo Jürgens und Dieter Bohlen waren hier zu Gast. Jetzt hat das Haus den Eigentümer gewechselt.

"Es stimmt, wir haben das Taschenbergpalais verkauft", hieß es auf Nachfrage vom ehemaligen Eigentümer, der Octavian Hotel Holding GmbH aus Rosbach. Nähere Informationen wollte man nicht geben, da Geschäftsführer Uwe Klaus im Urlaub sei. Auch Marten Schwass, Geschäftsführender Direktor des Hotels Taschenbergpalais Kempinski, bestätigt auf DNN-Nachfrage den Verkauf. Allerdings handele es sich lediglich um den Besitzerwechsel der Immobilie. Kempinski bleibe weiter der Betreiber des Luxushotels. Neuer Eigentümer ist laut dem Internet-Fachinformationsportal "hottelling" Erwin Conradi. Der Manager war einst Chef der Metro AG und auch - wie man in verschiedenen Veröffentlichungen nachlesen kann - gemeinsam mit Dieter Bock Gesellschafter der Octavian Hotel Holding GmbH. Bock starb 2010 - er erstickte "in seinem Hamburger Hotel Atlantic an einem Stück Fleisch", schrieb damals u.a. die Süddeutsche Zeitung.

"Kempinski hat die Immobilie Taschenbergpalais noch nie gehört", gibt Marten Schwass Auskunft. Der erste Besitzer der Immobilie sei Dieter Bock gewesen - mit dem Wiederaufbau des Gebäudes nach der politischen Wende.

Ursprünglicher Bauherr war August der Starke. Er hatte den Barockpalast 1707 bis 1711 für seine Mätresse, die Gräfin Cosel, errichten lassen. Das Gebäude erfuhr mehrere Umbauten und wechselnde Nutzungen. Während der Bombardierung Dresdens 1945 brannte das Taschenbergpalais aus und prägte das Stadtbild viele Jahrzehnte als Ruine. Von 1992 bis 1995 wurde das Taschenbergpalais nach alten Vorlagen "unter Verwendung originaler Bausubstanz wie den erhalten gebliebenen Außenmauern neu erbaut", kann man dem Dresdner Stadtlexikon entnehmen. Den Wiederaufbau ließ sich der Investor damals umgerechnet 127,8 Millionen Euro kosten.

Betreiber des Hotels war von Anfang an Kempinski, nach eigenen Angaben mit seiner 110-jährigen Geschichte die älteste Luxushotelgruppe Europas. Seit 2004 ist die Gruppe "mehrheitlich im Besitz des thailändischen Crown Property Bureau. Dabei handelt es sich um eine thailändische Regierungsbehörde, die für die Vermögensverwaltung des thailändischen Königshauses verantwortlich ist", schreibt Kempinski in seiner Firmengeschichte. Dass auch Dieter Bock in den 1990er Jahren mal eine nicht unerhebliche Rolle als Teilhaber im Konzern gespielt hat, findet man bei Wikipedia. "Mit Ausnahme des Hotels Vier Jahreszeiten Kempinski in München, das sich im Besitz der Gruppe befindet, sowie zwei Häusern mit Leasing-Verträgen (das Hotel Adlon Kempinski in Berlin und das Kempinski Grand Hotel des Bains in St. Moritz) liegt das Hauptaugenmerk von Kempinski Hotels heute auf dem Management von Luxushotels", informiert Kempinski weiter. Die Gruppe betreibe heute insgesamt 73 Fünf-Sterne-Hotels in 31 Ländern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.09.2014

Steinbach, Catrin

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