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Ex-Grünen-Politikerin von Einbrecher überrascht

Verhandlung Ex-Grünen-Politikerin von Einbrecher überrascht

Stellen Sie sich vor, Sie liegen im Bett und schlafen, werden durch ein ungewohntes Geräusch wach und bemerken plötzlich, da schleicht jemand durch ihre Wohnung. Ein schreckliches Gefühl. So erging es im August vergangenen Jahres der Ex-Grünen-Politikerin Antje Hermenau.

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Ex-Grünen-Politikerin Antje Hermenau.

Quelle: Andre Kempner

Dresden. Die eigene Wohnung ist der Ort, an dem man sich am sichersten fühlt. Deshalb ist es beängstigend, wenn man feststellt, dass sich Fremde in den Räumen zu schaffen machten, während man selbst nicht da war. Noch erschreckender ist es aber, wenn man zu Hause ist und plötzlich merkt, dass man nicht allein in den eigenen vier Wänden ist. Mohamed J. hat da im vergangenen Sommer einigen Leuten einen großen Schrecken eingejagt. Der 25-jährige Tunesier hatte sich auf Wohnungseinbrüche spezialisiert, um sich damit seinen Drogenkonsum zu finanzieren.

Stellen Sie sich vor, Sie liegen im Bett und schlafen, werden durch ein ungewohntes Geräusch wach und bemerken plötzlich, da schleicht jemand durch ihre Wohnung. Ein schreckliches Gefühl. So erging es im August vergangenen Jahres der Ex-Grünen-Politikerin Antje Hermenau. Bevor sie die Situation richtig realisieren konnte, war der Dieb mit ihrer Geldbörse, die er aus ihrer Handtasche gestohlen hatte, verschwunden. Die 52-Jährige hat sich zwar heftig erschrocken, die Sache aber ganz gut weggesteckt. Ihr Sohn weniger, der war danach sehr verstört. „Erwachsene können so etwas einordnen. Kinder trifft es viel schlimmer.“ Antje Hermenau investierte in Sicherheitstechnik und ließ die Fenster vergittern, um ihrem Sohn wieder ein sichereres Gefühl zu geben.

Das tat Familie W. auch, nachdem ihnen Mohamed J. einen ungebeten Besuch abgestattet hatte. Er war in ihr Einfamilienhaus eingestiegen und wurde von der Familie überrascht, als er mit Smartphones, Tablet und weiterer Technik verschwinden wollte. Auch hier leiden vor allem die Kinder noch heute darunter. „Bei uns gibt es zwei Zeitrechnungen, die sorglose, unbeschwerte Zeit vor der Tat und die angsterfüllte danach“, erzählte Tobias W. gestern im Amtsgericht. „Die Kinder haben Angst, allein zu sein, und spielen und schlafen nicht mehr in ihren Zimmern. Unser Sicherheitsgefühl ist stark eingeschränkt.“ Der Vater versuchte den Dieb festzuhalten, der konnte sich freimachen und sprang vom Balkon. Wenig später wurde er festgenommen.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass auch ein Wohnungseinbruch auf der Rothenburger Straße auf sein Konto ging. Da hatte er zwei MacBooks, einen Laptop, ein Tablet und eine Play-Station mitgehen lassen – Wert: 3500 Euro. Diese Geräte habe er gegen fünf Gramm Crystal und 80 Euro eingetauscht, erzählte der Angeklagte. Er räumte alle Vorwürfe ein – kein großes Kunststück, er war einmal auf frischer Tat erwischt und zudem von einer Überwachungskamera gefilmt worden, als er versuchte, mit der EC-Karte von Antje Hermenau am Automaten Geld zu ziehen.

„Ich bedaure, dass ich gegen die Gesetze verstoßen habe und bitte um Nachsicht“, erklärte er vor Gericht. So ernst kann es mit dem Bedauern nicht sein, der 25-Jährige, der vor drei Jahren nach Deutschland kam, stand unter Bewährung. Er war 2015 wegen Drogenhandels zu zwei Jahren verurteilt worden. Da droht der Bewährungswiderruf. Gestern wurde er wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls ebenfalls zu zwei Jahren verurteilt. Er wird also einige Zeit einsitzen.

Von Monika Löffler

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