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Lokales Ewige Baustelle am Wiener Platz in Dresden liegt in den letzten Zügen
Dresden Lokales Ewige Baustelle am Wiener Platz in Dresden liegt in den letzten Zügen
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11:05 06.10.2016
Vor zehn Jahren bestimmt noch eine tiefe Baugrube das Bild der erst teilweise bebauten Fläche vor dem Hauptbahnhof in Dresden.  Quelle: Foto: Archiv
Dresden

 Der Wiener Platz war lange Zeit eine der größten Baustellen in der Stadt. Zwischenzeitlich drohte das Wiener Loch zum Millionengrab zu werden, weil ein Investor fehlte. Nun sind mehrere hundert Millionen Euro von privaten Investoren in das Areal investiert worden und die großen Bauarbeiten gehen dem Ende entgegen. In den nächsten Monaten entfernt eine Firma teilweise eine Spundwand, die das Areal umschloss. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Der Rückbau startet voraussichtlich am 19. Oktober an der Reitbahnstraße, derzeit richten Arbeiter die Baustelle ein. Im Februar 2017 sollen die Arbeiten an der Prager Spitze enden. Auf einer Gesamtlänge von etwa 550 Metern werden 20 Meter lange Spunddielen zunächst gelockert und dann gezogen. Anschließend folge die Instandsetzung von Straßen und Gehwegen sowie der öffentlichen Beleuchtung. Die Spundwand verläuft unter anderem entlang der Breslauer Straße und vor dem Hauptbahnhof, derzeit ist sie jedoch meist noch unter einem Asphaltstreifen verborgen.

Am Hauptbahnhof würden die Durchgänge für die Fußgänger offen gehalten, hieß es. Auch für die Ladezonen der Läden gebe es eine Lösung. Sie bleiben zugänglich oder es werden Umfahrungen geschaffen. Im Dezember gebe es an der Trasse Hauptbahnhof/Prager Straße aufgrund des Weihnachtsgeschäftes keine Bautätigkeit.

Zur Geschichte: 1997 war die Baugrube am Wiener Platz mit Spundwänden umschlossen worden, um die Baufreiheit für den Straßentunnel, für die Tiefgarage und die Baugruben von zwölf Hochbauten zu schaffen. Spundwand, Tiefbrunnen und Pumpen hielten die Baugruben seit dem 13. August 1998 trocken. Im April 2015 konnten die Pumpenanlagen abgeschaltet werden. Die Baufelder sind mittlerweile bebaut. Der Grundwasserspiegel innerhalb der ehemaligen Baugrube stellte sich im Juli 2015 wieder ein. Mit dem Rückbau der Spundwand soll der natürliche Grundwasserstrom wieder gewährleistet werden. Die Kosten dafür betragen laut Stadt rund 570 000 Euro brutto. Spundwandteile, die längst zur in Nord-Süd-Richtung liegenden Strömung des Grundwassers stehen, können im Boden bleiben. Ganz abgeschlossen sind die Bauarbeiten damit aber noch immer nicht. Am Hauptbahnhof bleibt es bei der provisorischen Asphaltoberfläche. Für Granitplatten fehlt derzeit das Geld.

Von Ingolf Pleil

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