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Lokales Europa fördert Altlastensanierung in Dresden
Dresden Lokales Europa fördert Altlastensanierung in Dresden
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10:21 29.11.2017
Die Abrissarbeiten auf dem Areal laufen schon.  Quelle: PR
Dresden

 Die Landeshauptstadt Dresden erhält vom Freistaat Sachsen rund drei Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung des Geländes für das ehemalige Gasometerbauwerk 4 auf der Lößnitzstraße. Der ehemalige Gaswerkstandort der Dresdner Stadtwerke in der Nähe des Bahnhofs Neustadt weist eine erhebliche Bodenverunreinigung auf, teilte Holm Felber mit, Sprecher der Landesdirektion Sachsen (LDS). So seien erhöhte Belastungen durch sogenannte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe, Cyanid sowie Schwermetalle und Mineralölkohlenwasserstoffe gemessen worden.

Die Stadt will bei den Sanierungsarbeiten die Reste des Gasometerbauwerkes abreißen und den kontaminierten Boden austauschen. Dazu sollen die Abdeckung des unterirdischen Gasdruckbehälters entfernt, die Behälterwände und der Boden ausgegraben und auch das zur Verfüllung genutzte Beton- und Gesteinsmaterial ausgehoben und entsorgt werden.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund vier Millionen Euro. Die LDS stellt 80 Prozent der Summe mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit. 20 Prozent trägt die Landeshauptstadt aus eigenen Mitteln.

Das Areal an der Lößnitzstraße wurde ab 1865 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges für die Gasversorgung der Dresdner Neustadt genutzt. Hierzu wurden im Laufe der Zeit mehrere Gasbehälter errichtet. Nach Einstellung der Gaserzeugung im Jahr 1923 wurden diese abgerissen, verfüllt und teilweise mit Straßen und Gebäuden bebaut. Das Gelände wurde bis in die 1990er Jahre als Umspannwerk für die Energieversorgung und danach als Betriebsstandort der Drewag genutzt.

Die Landeshauptstadt will auf dem Gelände die zweizügige 148. Grundschule errichten. Die Baukosten für das Schulgebäude liegen bei rund neun Millionen Euro, die Sporthalle soll 6,2 Millionen Euro kosten. Die Schule soll im Sommer 2019 ans Netz gehen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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