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Lokales Eulen-Bestand in Dresden ist wieder im grünen Bereich
Dresden Lokales Eulen-Bestand in Dresden ist wieder im grünen Bereich
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17:36 09.09.2015
Junge Waldkäuze im Großen Garten. Quelle: Klaus Fabian

Doch nur so lässt sich verlässlich etwas darüber sagen, wie wohl sich Waldkauz und Co. bei uns fühlen. Und das wiederum kann ein Indiz dafür sein, dass unsere Umwelt in Ordnung ist - oder auch nicht.

Für 2014 sieht es zumindest laut dem jetzt vom Naturschutzbund vorgelegten "Eulenbericht" so aus, als liege die aktuelle Entwicklung des Eulen-Bestandes im Stadtgebiet von Dresden wieder im "grünen Bereich". Klaus Fabian, bei dem alle Eulen-Beobachtungsergebnisse zusammenlaufen, kann für dieses Jahr zwar nichts Sensationelles melden, hat aber auch keine Hiobsbotschaften auf Lager. "Nach dem besonders schlechten Eulen-Jahr 2013, das offenbar durch einen Rückgang der Mäuse und extrem kaltes und nasses Frühjahrswetter bedingt war, hat sich das Brutgeschehen der Eulen 2014 wieder normalisiert", stellt er in dem Bericht fest.

Allerdings erfüllte sich die Erwartung, der milde Winter 2013/2014 werde auch zu einem besonders frühen Brutbeginn führen, nicht. So wurden noch im Juli in 14 Waldkauz-Revieren "Ästlinge" gefunden. Gemeint sind junge Waldkäuze. Immerhin gab es im Stadtgebiet mindestens 42 Waldkauz-Bruten mit insgesamt 98 Jungvögeln. So viele wurden jedenfalls gezählt. Dieses Ergebnis liege sogar ein bisschen über dem Durchschnitt der letzten Jahre, so Fabian.

Bei den Waldohreulen fiel das Brutergebnis eher mager aus. Insgesamt wurden im Stadtgebiet sieben Bruten mit insgesamt 26 Jungen gefunden. "Die Zeit der vielen Bruten in der Stadt ist also seit 2008 vorüber", bedauert der Eulen-Experte, hat aber einen Verdacht. Vergreifen sich die Waschbären, die sich inzwischen auch in Dresden breit machen, an den Eulen-Gelegen? In einem Waldohreulen-Revier in der Dresdner Heide wurde jedenfalls ein Waschbär beobachtet.

Bei unserer kleinsten heimischen Eulenart, dem Sperlingskauz, gab es in sieben besetzten Revieren sogar nur einen Brut-Nachweis. Immerhin konnten dort drei kleine Sperlingskäuze ausfliegen. Ähnlich war es beim Rauhfußkauz, der ebenfalls in der Dresdner Heide vorkommt. Zwar wurde er von den Ornithologen mehrfach gehört, aber direkt beobachtet wurde er nur einmal Anfang Mai. Oder besser gesagt sie, denn es handelte sich um ein Rauhfuß-Weibchen, das bei der Kontrolle von Schwarzspecht-Höhlen in einer Buche an der Alten Acht entdeckt wurde. Ende des Monats saß dann auch ein Jungvogel am Höhleneingang. Von seinen Geschwistern war nur das Betteln nach Futter zu vernehmen.

Dagegen ließ sich der Uhu nicht wieder sehen, der 2013 im Großen Garten Quartier bezogen hatte. Vielleicht ist er innerhalb des Stadtzentrums umgezogen. Der Fund einer Uhu-Feder im September spricht dafür. Die Feder könnte aber auch ein Zeichen dafür sein, dass ein neuer Nahrungsgast eingetroffen ist, meint Fabian. Übrigens wurde die Nabu-Eulen-Erfassung in diesem Jahr auch von Mitarbeitern der Umweltakademie Dresden, der unteren Naturschutzbehörde, dem Naturschutz-Institut und vom Staatsbetrieb Sachsenforst unterstützt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.10.2014

Bernd Lichtenberger

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