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Lokales Es werde Licht. LED-Strahler setzen die Dresdner Semperoper in Szene
Dresden Lokales Es werde Licht. LED-Strahler setzen die Dresdner Semperoper in Szene
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18:24 09.09.2015
In diesen Tagen erhält die Semperoper lichttechnisch ihren letzten Schliff. Sie wird einheitlich mit LED-Strahlern in ein warm-weißes Licht getaucht. Quelle: Matthias Hiekel, dpa

In diesen Tagen erhält nun die Semperoper lichttechnisch ihren letzten Schliff. Sie wird einheitlich mit LED-Strahlern in ein warm-weißes Licht getaucht, das die Gebäudefassaden leben lässt und zugleich energieeffizient ist. Dafür werden vorhandene Strahler ausgetauscht, neue installiert und Beleuchtung umgerüstet. Bis zum 30. September sollen die Arbeiten am Opernhaus und auf dem Theaterplatz abgeschlossen sein. Das erklärte Tobias Lorenz vom zuständigen Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) gegenüber DNN.

Die neue "Lichthülle" der Semperoper ist Teil des Masterplans Licht, den die Stadt schon 2008 erarbeiten ließ. Im September 2010 wurde er vom Stadtrat beschlossen und seitdem schrittweise umgesetzt. Ziel ist die Optimierung der berühmten Stadtsilhouette. Markante Gebäude oder Gebäudeteile sollen aufeinander abgestimmt leuchten und so wirkungsvolle Akzente auch nachts setzen. Die Planung der Lichtfarbe und der Beleuchtungsstärke hatte als Eigentümer der wichtigsten Bauwerke der Freistaat übernommen und sich auf ein Warm-Weiß von etwa 3000 Kelvin festgelegt.

Inzwischen zeigen sich Neumarkt, Altmarkt, Albertinum, aber auch Frauenkirche und Kathedrale schon im rechten Licht, die Frauenkirche jetzt heller, die Hofkirche ohne "Grünstich". Für den perfekten, nächtlichen Auftritt der Semperoper werden noch vier der Kandelaber restauriert und mit neuer Technik ausgerüstet, teilt das SIB mit. Bei fünf Kandelabern finden die LED-Strahler im Dachbereich ihren Platz, zwei weitere an Masten und 46 Strahler befinden sich auf dem Gebäudedach. Rund um die Semperoper seien schon 55 Strahler mit LED-Technik ausgerüstet, informiert Lorenz. In die Vollendung des Lichtkonzepts Oper investiert der Freistaat 172 000 Euro.

Die Beleuchtung ist nur das eine. Restaurierungs- und Baumaßnahmen verschiedenen Umfangs sind bei einem beanspruchten Theater immer ein Thema. So erhält gegenwärtig nicht nur der gemalte Schmuckvorhang eine Frischekur (DNN berichteten), Restauratoren sind auch in Rundfoyer und Seitenvestibülen bei der Arbeit. Im Vorstellungshaus werden Brandschutzmaßnahmen durchgeführt und die Sanitäranlage des Orchesters saniert. Für Besucher von Bedeutung ist die Sanierung einer zwingerseitigen Sanitäranlage. Sie wird noch bis November andauern. Weitere Toiletten sind schrittweise schon modernisiert worden.

Für kontroverse Debatten hatten die Umrüstung des Kassenbereichs und der Einbau von fünf Glastüren an der Hauptfassade geführt, die zu größerer öffentlicher Wahrnehmung der Semperoper am Tage führen sollte. Hinter fünf der Holztüren sind jetzt gläserne Türen in einer bronzeverkleideten Metallkonstruktion eingebaut. Die aufwendige Installation zog auch Stuckarbeiten nach sich. Sie sind noch nicht abgeschlossen. Die Baumaßnahme Foyeröffnung (Glastüren und Kassenzone im Garderobenbereich) kostete 2,2 Millionen Euro.

Genia Bleier

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