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Lokales Erweiterungsbau am Dresdner Uniklinikum feiert Richtfest
Dresden Lokales Erweiterungsbau am Dresdner Uniklinikum feiert Richtfest
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10:53 25.03.2016
Ende September 2018 soll das Haus 32 in Betrieb gehen.  Quelle: RRP ARCHITEKTEN UND INGENIEURE
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Dresden

 „Ein Bau ist immer auch ein Zeichen von Bewegung, Veränderung und Perspektive“, findet Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Am Dresdner Uniklinikum hat man das offenbar beherzigt. Denn nachdem am Mittwoch bereits die Einweihung der neuen Portalklinik für Krebsmedizin gefeiert werden konnte (DNN berichteten), folgte am Donnerstag der nächste Festakt. Ein Jahr nach der Grundsteinlegung bekam der Erweiterungsbau des Chirurgischen Zentrums im Beisein der Ministerin seine Richtkrone aufgesetzt.

Veränderung war im Fall des Chirurgischen Zentrums auch dringend nötig. Denn: „Auch wenn unser Haus 58 äußerlich noch den Anschein eines modernen Gebäudes erweckt, stecken ihm die über 20 Jahre Dauerbetrieb in den Knochen“, erklärt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums. Im Sinne einer sicheren und modernen Hochleistungsmedizin sei es deshalb unumgänglich gewesen, den Neubau auf den Weg zu bringen. Auch deshalb, weil es nicht möglich ist, Operationssäle bei laufendem Betrieb zu sanieren.

Mehr als 114 Millionen Euro investieren der Freistaat und das Uniklinikum in den Bau des Hauses 32 und die entsprechende Ausstattung. Das fünfstöckige Gebäude erhält einen direkten Anschluss an den bestehenden, in den Häusern 58 und 59 untergebrachten OP-Trakt und wird dank der Übergänge zu den Kliniken für Augenheilkunde sowie für HNO-Heilkunde in das bestehende Ensemble integriert. Auf einer Nutzfläche von rund 10 700 Quadratmetern wird es künftig eine Chirurgische Notaufnahme, einen Ambulanzbereich, eine Intensiv- und drei reguläre Pflegestationen für insgesamt 120 Patienten und 17 hochmoderne OP-Säle beherbergen.

Ein Ersatz soll der Neubau aber nicht werden, vielmehr wird er vor allem den chirurgischen Fächern – von der Neurochirurgie bis zur Orthopädie – neue Möglichkeiten eröffnen. Dazu tragen auch fünf Spezial-Operationssäle bei, die im Haus 32 integriert werden. So verfügen zwei Säle beispielsweise über einen direkten Zugang zu einem Magnetresonanztomographen (MRT), mit dem eine besonders detaillierte Darstellung der Organe möglich ist. Ein weiterer ist mit einem Bestrahlungsgerät ausgestattet. Damit lässt sich unmittelbar nach dem Entfernen eines Tumors das angrenzende Gewebe bestrahlen.

Der Erweiterungsbau ist nach dem im vergangenen Jahr fertigstellten Gebäude der Protonentherapieanlage das zweite in Eigenregie des Uniklinikums umgesetzte Vorhaben. Dafür wurde eigens ein Bauherrenteam etabliert, die die ausführenden Planer und Gewerke steuern und kontrollieren. Offenbar mit Erfolg. „Wir sind auf den Tag genau im Zeitplan und liegen exakt im Kostenrahmen“, versichert Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums. Bleibt es auch bei den kommenden Bauabschnitten dabei, wird das Haus 32 Ende September 2018 in Betrieb gehen.

Von Christin Grödel

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