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Lokales Erstes Geld für 28 000 Fubus-Gläubiger
Dresden Lokales Erstes Geld für 28 000 Fubus-Gläubiger
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22:17 28.11.2017
Im Zentrum der 2013 zusammengebrochenen Dresdner Infinus-Gruppe hat das Emissionshaus Fubus gestanden. Dessen Gläubiger sollen im Frühjahr erstmals Geld sehen. Quelle: dpa
Dresden

Gut vier Jahre ist es her, dass die Dresdner Infinusgruppe aufflog – und in Kürze dürfen Anleger des größten Emissionshauses Fubus, das im Konstrukt als Mutterhaus fungierte, endlich auf eine erste Abschlagszahlung hoffen.

Rund 28 000 geschädigte Anleger der Future Business KGaA (Fubus) können im Frühjahr 2018 mit einer ersten Quotenzahlung von fünf bis sechs Prozent ihrer Forderungen rechnen. Das teilte Bruno Kübler, der Insolvenzverwalter des 2013 kollabierten Emissionshauses, am Dienstag mit.

Den Weg dafür habe der Bundesgerichtshof geebnet, so Kübler. Ursprünglich nämlich sollte das erste Geld bereits 2016 fließen. Doch das hatte die ausstehende Entscheidung im Rechtsstreit um die Wahl eines Gemeinsamen Vertreters in der Gläubigerversammlung bislang verhindert. Ein Anleger hatte diese Wahl verhindern wollen und geklagt. „Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist ein Sieg für die Gläubiger“, betonte Kübler. „Hätte der Kläger obsiegt, wären unter Umständen auch die Wahlen des Gemeinsamen Vertreters in anderen Anleihen für nichtig erklärt geworden“, heißt es in seiner Mitteilung.

Das Insolvenzverfahren über die Future Business KGaA (Fubus) ist mit einer Schadenssumme von weit über einer Milliarde Euro eines der größten der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Kübler ist es bisher gelungen, rund 150 Millionen Euro zur Masse zu ziehen.

Die Infinus-Gruppe war Ende 2013 zusammengebrochen, als Ermittler Razzien wegen Betrugsvorwürfen durchführten. Seit zwei Jahren müssen sich sechs Ex-Manager des größtenteils insolventen Firmengeflechts vor dem Dresdner Landgericht verantworten.

Von Barbara Stock