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Lokales Erste Veranstaltungsreihe zur Dresdner Industriekultur
Dresden Lokales Erste Veranstaltungsreihe zur Dresdner Industriekultur
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08:21 16.10.2017
   Quelle: Lisa-Marie Leuteritz
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Dresden

 Vier Führungen, zwei große Stadtwanderungen, Diskussionen und großes Interesse: die erste „InKuPa 2017“ war ein voller Erfolg. Marc Schmidt und Jan Minack vom Konglomerat e.V. haben das erste Wochenende im Zeichen Dresdner Industriekultur geplant und durchgeführt. „Bisher fand dieses Thema im öffentlichen Raum hier noch keinen Platz. Das wollten wir ändern“, erklärt Marc Schmidt die Idee hinter dem „Industrie Kultur Parkour“.

Insgesamt suchten sie neun Industriebauten heraus, welche mittlerweile kulturell genutzt werden. Dazu zählen das Kino in der Fabrik, das Rosenwerk, das Kraftwerk Mitte, die Kuneterakete Betriebsküche, die Ostrale, die Lö14, die Geh8, das Zentralwerk und die Blaue Fabrik. Letztere war die finale Station des ersten großen Stadtrundganges am Samstagnachmittag. Bei strahlend blauem Himmel erzählte Jürgen Naumann, Stadtführer und Publizist, den Teilnehmern spannende Fakten aus der Vergangenheit des Ortes. Einen der „heiligsten Orte der sächsischen Industriegeschichte“ nannte er das ehemalige Bahnhofsgelände an der Eisenbahnstraße 1. Zu Zeiten der Industriellen Revolution führte hier die erste ausgebaute Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig lang. So brauchten die Menschen damals nur noch vier Stunden für diese Strecke. Mit der Postkutsche waren es zuvor drei Tage. Mittlerweile gehört das Areal einem großen Investor. Das Dach wurde inzwischen provisorisch ersetzt, doch wann und vor allem was mit dem Areal zukünftig passieren wird, steht noch zur Diskussion.

 Ebenfalls an der Eisenbahnstraße 1 hat sich mittlerweile die Blaue Fabrik niedergelassen. Diesen unabhängige Kulturort gibt es bereits seit 1991 und hat bereits mehrere Umzüge hinter sich. Seit 2016 ist sie nun am alten Leipziger Bahnhof zu Hause und bietet Freiraum für Projekte von Anwohnern, Vereinen und Stadtteilinitiativen.

Die Resonanz zur ersten „InKuPa“ macht die beiden Initiatoren sehr stolz. Immerhin war die erste Stadtführung binnen kurzer Zeit ausverkauft und auch zur Auftaktveranstaltung am Freitagabend hatten sich 20 Interessierte angemeldet und schlussendlich kamen über 80. „Wir wollen mit unseren Veranstaltungen Industriekultur sichtbar machen, das ist uns an diesem Wochenende gelungen“, freut sich Projektleiter Marc Schmidt. Gefördert wurde das Projekt von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und vom städtischen Amt für Kultur und Denkmalschutz. Für eine Wiederholung im kommenden Jahr sind die beiden Organisatoren offen: „Sehr gern machen wird das wieder“.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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