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Lokales Erste Dresdner Freibäder öffnen bei kühlen Temperaturen
Dresden Lokales Erste Dresdner Freibäder öffnen bei kühlen Temperaturen
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09:31 29.04.2017
Ein Junge springt im Freibad Wostra vom Sprungturm. Diese Aufnahme stammt allerdings vom vergangenen Sommer. Quelle: DNN/Archiv
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Dresden

Trotz des trüben und kühlen Wetters können sich in den ersten Freibädern Dresdens Wagemutige ins Wasser stürzen. Die Wassertemperatur misst dabei aktuell oft nur wenig mehr als zehn Grad. So richtig beginnt die neue Saison aber erst Mitte Mai, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Betreibern. Sie haben in den vergangenen Jahren viel in die Bäder investiert. An den Seen ist die Sicherheit der Badenden aus Sicht der DRK-Wasserwacht lückenhaft.

Bei aktuell etwa elf Grad Wassertemperatur beginnt am Samstag in Dresden im Stauseebad Cossebaude und im Strandbad Wostra die Saison. „Wegen des schlechten Wetters wird zunächst nur verkürzt geöffnet“, sagt Bädersprecherin Dörte Gregor. „Am ersten Tag werden wohl vor allem die Stammgäste kommen, die einen Rundgang machen, sich Jahreskarten kaufen und Kabinen anmieten.“

Das Stauseebad Cossebaude an der westlichen Stadtgrenze ist bei den Dresdnern beliebt. Es ist Teil des 1930 fertiggestellten Pumpspeicherwerks Niederwartha, damals eines der ersten seiner Art in Deutschland. Mit 45 000 Quadratmetern ist es zudem das größte Freibad der Stadt.

Erst Mitte Mai öffnen weitere sieben Bäder und schließlich Ende des Monats das Waldbad in Weixdorf im Norden der Stadt. Dort waren während der Winterpause unter anderem der Zaun erneuert und die Beckenmauer repariert worden. Zudem wurde in den Bädern ein  Wasserspielplatz gebaut, Sanitäranlagen wurden saniert, neue Strandkörbe angeschafft, ein neues Kassensystem installiert. Der Bäderbetrieb kalkuliert mit jährlich etwa 340 000 Gästen. Im vergangenen Jahr kamen fast 390 000, 2015 waren es 437 750.

Während das Baden in den Freibädern  mit angestellten Bademeistern und Rettungsschwimmern weitgehend abgesichert ist, sieht die DRK-Wasserwacht vor allen an den Seen in Sachsen Nachholebedarf. „Die Betreiber der Badegewässer sehen bei Ausschreibungen für Wachverträge immer öfter auf den Preis, nicht die Qualität oder sie sparen den Wachdienst gleich ganz“, sagt der Landesreferent für den Wasserrettungsdienst, Joachim Weiß. So werde etwa das Baden an Sachsens größtem See, dem Bärwalder See, einem gefluteten Braunkohle-Tagebau schon seit 2016 nicht mehr durch eine Wasserrettungs-Organisation gesichert.

Um 2017 die Mittel für die Wasserretter am Bärwalder See in Ostsachsen aufzutreiben, hat die Wasserwacht mit einem Dresdner Partner aus der Kaffee- und Kakao-Branche eine Spendenaktion organisiert. Mit dem Verkauf von „Retterkaffee“ in drei Varianten werden je Päckchen 50 Cent als Spende eingenommen.

dpa

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