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Erschreckende Zustände selbst in Bio-Betrieben

Tierschutzbüro schlägt Alarm Erschreckende Zustände selbst in Bio-Betrieben

Ein Huhn spazierte am Freitag über den Neumarkt. Kein echtes natürlich, sondern ein verkleideter Tierrechtler, der auf die Haltung von Hühnern aufmerksam machen wollte.

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Ein verkleideter Tierrechtler machte am Freitag auf die mitunter schlechte Haltung von Hühnern aufmerksam.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Ein Huhn spazierte am Freitag über den Neumarkt. Kein echtes natürlich, sondern ein verkleideter Tierrechtler, denn was mitunter ein witziges Fotomotiv bei Touristen war, hatte eine ernste Botschaft. Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbüros machten auf die Haltung von Hühnern aufmerksam. Auch von Bio-Betrieben. Sie zeigten, dass die romantische Vorstellung von friedlich auf der Wiese umherlaufenden Hühnern nicht der Realität entspricht.

Auf einem Quadratmeter Fläche dürften nach Richtlinien sechs Hühner gehalten werden, in einem Raum maximal 6000. „In vielen Höfen werden einfach Wände in großen Hallen gezogen, um diesen „Raum“ zu erschaffen. In der ganzen Halle leben dann trotzdem 25 000 Tiere“, kritisiert Jennifer Schöpf vom Tierschutzbüro. „Meist auch in zwei Reihen übereinander, so dass man auf einem Quadratmeter schon zwölf Stück hat.“ Auch der Begriff Freilandhaltung entspräche kaum der Wahrheit: Oft ist der Raum hierfür viel zu klein, dass alle Tiere den Auslauf nutzen könnten.

„Die Hühner sind so hochgezüchtet, dass sie rund 300 Eier im Jahr legen“, berichtet Schöpf. „Das ist dreimal soviel, wie normal. Nach spätestens eineinhalb Jahren sind die Hühner körperlich so ausgelaugt, dass sie unbrauchbar und getötet werden.“ Das Tierschutzbüro macht sich, besonders aus Anlass des aktuellen Fipronil-Skandals, für eine Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Eiern stark und wirbt für pflanzliche Alternativen.

Von gm

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