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Lokales „Erschießt sie“: Wirbel um Äußerung von Pegida-Frontfrau in britischer Zeitung
Dresden Lokales „Erschießt sie“: Wirbel um Äußerung von Pegida-Frontfrau in britischer Zeitung
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12:57 17.02.2016
Quelle: dpa
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Dresden

Laut britischer Medienberichte plädiert Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling dafür, Flüchtlinge beim illegalen Grenzübertritt unter Umständen auch erschießen zu lassen. In einem Interview mit der Daily Mail soll die Rechtspopulistin wortwörtlich gesagt haben: „If they keep crossing the border and you can’t arrest them, shoot them.” (“Wenn sie weiter die Grenze überqueren und man sie nicht verhaften kann, erschießt sie“).

Zudem empfindet Festerling laut Daily Mail die aktuelle Situation als Rebellion gegen einen „Nippel-Sozialismus“, der Frauen und Muslime unterstützte und dadurch zu einem Krieg der weißen Männer führen würde. Deutschland sei eine Freiluft-Psychiatrie mit der psychischen Erkrankung „Politische Korrektheit“. Nicht zuletzt zollt Festerling im Gespräch mit dem britischen Medium auch erneut den Fußball-Hooligans ihren Respekt, die Pegida-Aufmärsche gegen brutale Linke beschützen würden.

Zum kompletten Text in der Daily Mail: www.dailymail.co.uk

Festerling reagiert – weitere Pegida-Berichte in britischen Medien

Nach Berichten am Mittwoch auch in Deutschland über die Äußerungen, erklärte die 51-Jährige via Facebook, sie sei falsch zitiert und das Gesagte aus dem Zusammenhang gerissen worden. Sie habe gegenüber dem britischen Journalisten lediglich erklärt, der Schusswaffengebrauch sei als letztes Mittel einzusetzen.

In den vergangenen Tagen hatten auch andere britische Medien über Pegida berichtet. Am Dienstag veröffentlichte beispielsweise der Londoner Guardian einen Videobeitrag über den Chef des britischen Pegida-Ablegers Tommy Robinson. Der 32-Jährige soll bis 2013 Führer der Englisch Defense League (EDL) gewesen sein – einer Vereinigung von rechtsradikalen Fußball-Hooligans in Großbritannien. Robinson war im Herbst 2015 auch Redner bei einer Pegida-Veranstaltung in Dresden.

Äußerungen zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge hatten zuletzt Anfang Februar hohe Wellen geschlagen. AfD-Chefin Frauke Petry sagte in einem Zeitungsinterview, Polizisten müssten illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen notfalls auch mit der Schusswaffe verhindern. Damit löste sie bereits große Empörung aus. Später relativierte Petry ihre Äußerung. Auch die stellvertretende AfD-Chefin Beatrix von Storch bezeichnete umstrittene Äußerungen zum Einsatz von Schusswaffen gegen Flüchtlinge an der Grenze später als Fehler.

mpu

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