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Lokales Eröffnung der Karwoche am Palmsonntag vor der Kathedrale in Dresden
Dresden Lokales Eröffnung der Karwoche am Palmsonntag vor der Kathedrale in Dresden
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09:31 10.04.2017
Palmsonntagsprozession an der Kathedrale in Dresden.   Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Eine besondere Palmsonntagsprozession bekamen Beobachter am Sonntag an der Kathedrale in Dresdens historischem Stadtzentrum geboten: In dem Zug katholischer Christen mit ihrem Bischof Heinrich Timmerevers und Priestern lief ein lebendiger Esel mit. Der trägt den Namen Charlie.

Dompfarrer Norbert Büchner hatte diese Tradition mit echtem Grautier in Pirna begonnen, wo er bis 2014 Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Kunigunde war. Von dort hat er sie mit nach Dresden gebracht. Bei Laune und im Prozessionszug hielt er den Esel mit Möhren, die dem Tier besonders schmecken.

Zu Palmsonntag, lateinisch Palmarum, lassen katholische Christen in der Kirche traditionell Palmzweige segnen, hierzulande meist Sträuße aus Buchsbaum oder Weidenkätzchen. Damit schmücken sie zu Hause ihre Kreuze. Das Fest erinnert an den feierlichen Einzug von Jesus in Jerusalem. Dass der König des Friedensreiches - „ein Gerechter und ein Helfer“ - einst auf einem Esel einziehen werde, hatte im Alten Testament der Prophet Sacharja (Kap. 9, Vers 9) verheißen. Esel statt Schlachtross - dies markiert das Gegenteil eines herkömmlichen kriegerischen Königs.

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Eine besondere Palmsonntagsprozession gab es am 9. April an der Katholische Hofkirche in Dresden: Im Zug katholischer Christen mit Bischof Heinrich Timmerevers und Priestern lief ein Esel mit. Das Fest erinnert an den feierlichen Einzug von Jesus in Jerusalem. Dass der König des Friedensreiches - „ein Gerechter und ein Helfer“ - einst auf einem Esel einziehen werde, hatte im Alten Testament der Prophet Sacharja (Kap. 9, Vers 9) verheißen.

Mit Palmsonntag beginnt die Karwoche vor Ostern. Gründonnerstag (wohl von althochdeutsch „greinen“, also weinen) wird an das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern erinnert, Karfreitag (von althochdeutsch „kara“, also Wehklage) an die Kreuzigung und Grablegung, am Sonntag nach dem „stillen Sonnabend“ an die Auferstehung.

An all diesen Tagen werden in katholischen Kirchen Heilige Messen, in evangelischen Kirchen Gottesdienste gefeiert. Die Osterfeier beginnt bereits in der Osternacht zum Sonntag beziehungsweise am frühen Morgen. Tradition auch bei evangelischen Christen sind Osterfeuer.

In der Osternacht werden oft Erwachsene getauft, die sich für den christlichen Glauben entschieden haben. So in der evangelischen Frauenkirche 21.30 Uhr Frauen und Männer, die den Glaubenskurs „Religion für Neugierige“ besuchten.

In der Kathedrale beginnt die Osternacht mit Bischof Heinrich Timmerevers und Dompfarrer Norbert Büchner am Sonnabendabend, 21 Uhr.

Von Tomas Gärtner

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