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Erneuter Anlauf für offenes Wissenschaftslabor in der Dresdner Innenstadt

Kreativwirtschaft Erneuter Anlauf für offenes Wissenschaftslabor in der Dresdner Innenstadt

Die Dresdner Kreativwirtschaft gibt noch nicht auf: In der Robotron-Kantine könnte ein Wissenschaftslabor entstehen, das Bürger, Experten und Wirtschaft zum Dialog zusammenbringt. Das soll das alte DDR-Gebäude vor dem Abriss retten.

Die Debatte um die alte Robotron-Kantine hält an.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Erneuter Anlauf für ein offenes Wissenschaftslabor in der alten Robotron-Kantine: Kurz vor der Entscheidung der Stadt über die Zukunft des alten DDR-Gebäudes hat der Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft, Wir gestalten Dresden (WGD), den Vorschlag zur Gründung eines „Open Future Lab“ in dem Komplex in der Nähe des Hygiene-Museums bekräftigt.

Gemeinsam mit vielen verschiedenen Institutionen und Initiativen habe der Verband ein Konzept entwickelt, so hieß es am Dienstag in einer Erklärung, um bürgernah Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst mit Gesellschaft, Politik und Verwaltung in einen konstruktiven Dialog treten zu lassen. „Die Robotron-Kantine wäre dafür ein perfekter Ort“ auch mit Blick auf die Ambitionen der Landeshauptstadt als Zukunftsstadt 2030+ voranzugehen.

Zukunft der ehemaligen Robotron-Kantine

Soll die ehemalige Robotron-Kantine erhalten werden?

Der Verband und seine Mitstreiter sprechen sich dazu für eine Sanierung und Erweiterung der ehemaligen Robotron-Kantine aus. Über drei Etagen sollten Wissenschaft und Zivilbevölkerung, Verwaltung und Unternehmen, Kunst und Politik in einer offenen Werkstatt zusammenzubringen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, zu realisieren und zu teilen.

In Dresden fehlt ein dauerhafter Ort der Begegnung

„Ein Problem, dem wir in der Alltagspraxis mit Unternehmen und Forschung immer wieder begegnen ist, dass Akteure zu wenig über die Grenzen ihrer eigenen Disziplin schauen, Informationen nur bestimmten Gruppen zugänglich sind und damit interessante Entwicklungen nicht nach außen dringen“, erklärt Martin Fiedler, Vorstandsmitglied von Wir gestalten Dresden. „In der Kultur- und Kreativwirtschaft ist das anders. Hier pflegt man eine sehr offene und interdisziplinäre Arbeitskultur, die nicht nur sehr zielführend ist, sondern oft hoch-innovative Lösungen bereithält.“

Auch Jens Krzywinski, Professor für Technisches Design an der TU Dresden und WGD-Aufsichtsratsmitglied, sieht hier Bedarf in der sächsischen Landeshauptstadt: „In Dresden fehlt es bisher an einem dauerhaften Ort der Begegnung, an dem eine offene Arbeitskultur der Erprobung und Transformation gelebt wird. Ein solcher Ort würde Impulse gleichermaßen für Forschung und Wirtschaft geben und vielen bestehenden Institutionen wesentlich mehr Sichtbarkeit verschaffen.“

In der Stadtverwaltung wird derzeit an einer Vorlage für die Entscheidung des Stadtrats zur Zukunft der Kantine gearbeitet. Dabei wird bislang vor allem über Abriss oder Ansiedlung der städtischen Galerie „Kunsthaus“ diskutiert, die bislang ihren Sitz in der Rähnitzgasse auf Neustädter Seite hat.

Von I.P.

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