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Lokales Erneuerung der Dresdner Augustusbrücke startet im Januar
Dresden Lokales Erneuerung der Dresdner Augustusbrücke startet im Januar
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15:17 11.04.2016
So soll das Pflaster künftig auf der gesamten Fahrbahn aussehen, zeigt Reinhard Koettnitz. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Sanierung der Augustusbrücke soll auf die Fertigstellung der Bauarbeiten an der Albertbrücke folgen. So hat es die Stadt stets angekündigt. Doch dabei blieb es nicht. Eigentlich hat sie längst angefangen, spätestens seit Montag laufen tatsächlich Arbeiten, die mit der Sanierung zu tun haben. Bis Ende September sollen sie dauern und in dieser Zeit das Pegelhaus unterhalb der Brücke gegenüber dem Theaterkahn sowie die Stützmauern rings um den Eingang in das Messhaus am Terrassenufer erneuert werden. Rund 500 000 Euro kosten diese Arbeiten, für die zur Zeit der Ablauf geplant wird, sagte Reinhard Koettnitz, der Chef des Straßen- und Tiefbauamtes der Stadt.

Bäume wachsen aus Mauern, Wände sind durchnässt, der Brückenunterbau ist marode: Ist die Erneuerung der Albertbrücke abgeschlossen, startet die Stadt sofort mit der Sanierung der Augustusbrücke.

Diese Arbeiten müssen erledigt werden, bevor die Stadt wirklich mit der 24 Millionen Euro teuren Erneuerung der Brücke beginnen kann. Das ist Anfang des nächsten Jahres geplant, zwei Jahre wird dann an der Elbquerung zwischen dem historischen Zentrum und der Inneren Neustadt gearbeitet. Ein entscheidender Bauschritt wird dabei der Abriss des Brückenbogens über dem Terrassenufer. Dieser Bogen ist so marode, dass er komplett erneuert werden muss. Damit das möglich ist, wird eine Behelfsbrücke aufgebaut und vor der Montage dieser Brücke soll nun der Teil der Augustusbrücke am Altstädter Elbufer auf Vordermann gebracht werden, der später von dem Provisorium verdeckt wird.

Parallel dazu setzt eine neue Firma jetzt die Bauarbeiten an der Treppe neben dem Narrenhäusel-Biergarten fort. Diese Arbeiten waren im vergangenen Jahr unterbrochen worden, weil die Auftragnehmerfirma aus der Lausitz den Ansprüchen der Stadt nicht genügte. „Da wurden Abläufe nicht eingehalten und die Leistungsfähigkeit der Firma war nicht gegeben“, erklärte Koettnitz das Manko. Die Firma wurde nach Hause geschickt und nur das bezahlt, was bis dahin erledigt war. Nun soll die Treppe bis Mitte Juli fertig werden, versprach der Amtsleiter. Im Augenblick kann dort aber noch nicht mit voller Kraft gearbeitet werden, denn noch braucht die Drewag in direkter Nachbarschaft Platz für den Bau an einer Fernheiztrasse. Ab Juni soll dann auch der Fußgängertunnel auf Neustädter Seite verfüllt werden. Koettnitz versprach, dann sei auch der Bau einer besseren Verbindung für Fußgänger und Radfahrer über die Große Meißner Straße vorgesehen.

Sind die Arbeiten an der Treppe und am Pegelhaus, in dem der Elbepegel an der Augustusbrücke automatisch erfasst wird, dann abgeschlossen, könnte die Sanierung der Elbquerung beginnen. Eigentlich war das für den November geplant, doch mit Blick auf die dann bevorstehenden Weihnachtsmärkte und den Jahreswechsel, bei dem sich stets viele Dresdner auf der Augustusbrücke versammeln, hat die Stadt diesen Termin nach hinten verschoben. Nun soll es im Januar losgehen.

Zunächst wird dann auf dem Schloßplatz die Baustelleneinrichtung aufgebaut. Container, Maschinen und Absperrgitter verstellen Touristen dann vorübergehend den freien Blick aufs Georgentor und in Richtung Augustusstraße. Dann wird der Brückenbogen abgerissen. Dafür muss das Terrassenufer mehrfach gesperrt werden, ausschließlich an Wochenenden, kündigte Koettnitz an. Während Fußgänger und Radfahrer die Brücke stets weiter benutzen können, ist sie ab diesem Zeitpunkt für alle anderen Verkehrsteilnehmer dicht, auch für die Straßenbahnen und die Busse der Stadtrundfahrt. Danach wird der Bogen neu aufgebaut und der Überbau aller anderen Bögen – ähnlich wie bei der Albertbrücke – abgenommen und von Grund auf erneuert. „Das ist einfacher Stampfbeton“, beschreibt Koettnitz das Material. Der Brückenquerschnitt bleibt erhalten, das hat der Denkmalschutz festgelegt. Zu den Fußwegen, an denen künftig auf der rund 1,05 Meter hohen Sandsteinbrüstung Nachbildungen der historischen Lampen stehen, entstehen je 1,80 Meter breite Radfahrstreifen, die Straße wird wieder gepflastert und in der Mitte fährt die Straßenbahn. Auf Altstädter Seite werden die Kurven etwas umgestaltet, auch kleine Verbindung vorm Italienischen Dörfchen zum Terassenufer. Dort halten künftig auch die Doppeldecker der Stadtrundfahrt. Für den normalen Verkehr ist die Brücke später tabu, nur als Umleitung darf sie noch genutzt werden. Etwa dann, wenn es in Dresden eng wird, während im Anschluss die Carolabrücke eine Frischzellenkur bekommt.

Ist die Brücke fertig, wird sie nachts ordentlich in Szene gesetzt. Die Elbquerung soll dann illuminiert werden, kündigte Koettnitz an. Geplant ist, dass sie dann mit „warmweißem“ Licht angestrahlt wird.

Von Christoph Springer

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