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Lokales Erdmännchen entlaufen: Dr. Mertens bewahrt Dresden vor einer Seuche
Dresden Lokales Erdmännchen entlaufen: Dr. Mertens bewahrt Dresden vor einer Seuche
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09:46 26.04.2018
Tierärztin Dr. Mertens, gespielt von Elisabeth Lanz, und die Dresdner Zoodirektorin Dr. Wörmer, gespielt von Gesine Cukrowski, müssen in der sechsten Staffel einige Hürden meistern und gemeinsam ein entlaufenes Erdmännchen wiederfinden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Was mit einem harmlosen Kennenlernen der neuen Dresdner Zoodirektorin, Dr. Wörmer, und einem Vortrag auf dem Zoo- und Wildtierkongress beginnt, endet für Tierärztin Dr. Mertens am Mittwoch in einer wilden Verfolgungsjagd durch die Dresdner Innenstadt. Ein entlaufenes Erdmännchen, welches illegal aus Afrika am Dresdner Flughafen eingeschleust wurde, ist mit einem gefährlichen Virus infiziert, der auch auf Menschen übertragen werden kann. Als wäre das nicht genug, muss die beliebte Tierärztin aus dem Leipziger Zoo nebenbei eine Känguru Notoperation über Skype leiten und trifft in ihrer Dresdner Unterkunft auf eine alte Bekanntschaft.

Angst vor dem Virus braucht in Dresden jedoch niemand zu haben, der ist nur Teil des Drehbuches zur sechsten Staffel der ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“. Bereits seit Montag ist das Team rund um die Ärztin aus dem Leipziger Zoo in Dresden unterwegs, um die 72. Und 73. Folge der neuen Staffel in den Kasten zu bekommen. „Wir wollten für den Dreh der neuen Staffel gerne raus aus Leipzig und haben eine große Stadt gesucht in der wir glaubhaft den Zoo- und Wildtierkongress abhalten können. Zudem wollten wir auch Schauwerk haben und in der Stadt drehen. Da hat sich Dresden angeboten“, erzählt die Produzentin der Serie, Susanne Wolfram.

Dresdner Zoo als Kulisse

Neben dem Taschenbergpalais, in dem eine Privatszene der Tierärztin gedreht wurde, und dem Zwinger stand vor allem der Dresdner Zoo im Vordergrund der Dreharbeiten. So wurde beispielsweise in der Zooschule das Büro von Dr. Mertens eingerichtet in dem sie über Skype die Notoperation leitet und die Untersuchungsergebnisse zu den Erdmännchen auswertet. Das Erdmännchen, welches später in der Folge zu sehen ist, stammt jedoch nicht aus dem Dresdner Zoo. Die Szenen werden mit einem dressierten Tier später in einem Studio in Leipzig gedreht. Auch alle anderen Dresdner Zootiere sind bei den Szenen nur im Hintergrund zu entdecken. „Die Pinguine und Elefanten haben natürlich extra Futter bekommen damit sie im Bild besser zu sehen sind. Aber weder die Tiere noch unsere Tierpfleger wurden in die Dreharbeiten einbezogen. Das sind alles nur Komparsen“, berichtet die Pressesprecherin des Dresdner Zoos, Katrin Kretschmer.

Gute Erinnerungen an Dresden

Seit neun Uhr morgens standen die Schauspielerinnen Elisabeth Lanz und Gesine Cukrowski am Mittwoch im Zoo vor der Kamera. Für Lanz, welche die Tierärztin Dr. Mertens spielt, ist es bereits die sechste Staffel als Hauptdarstellerin der Serie. Neben den Dreharbeiten blieb für die 46-Jährige jedoch kaum Zeit sich den Dresdner Zoo genauer anzuschauen. „Ich hatte die Gelegenheit, mir mit Zooinspektor Helmar Pohle den Zoo anzusehen. Aber ich muss gestehen, meine Gedanken waren mehr beim Dreh und den Geschichten“, erzählt Lanz gegenüber den DNN. Die Schauspielerin war 2004 für den Film „Lotti auf der Flucht“ zum ersten Mal in Dresden. Damals hatte sie vor allem das Grüne Gewölbe fasziniert.

Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten

Neu zum Team dazugekommen ist Gesine Cukrowski. Die 49-Jährige spielt in der sechsten Staffel die Dresdner Zoodirektorin Dr. Wörmer. „Ich habe mich sehr über die Rolle der Zoodirektorin gefreut. Das ist einfach so ein Mädchentraum“, erzählt Cukrowski gegenüber den DNN, „Was ich besonders toll finde ist der Austausch mit den echten Zooleitern und Pflegern.“ Auch an Dresden hat die Schauspielerin nur gute Erinnerungen: „Mitte der 90er Jahre bin ich vor Dresden mit meinem Auto liegen geblieben und hatte gezwungenermaßen einen nicht geplanten Zwischenstopp. Wir haben uns dann die Stadt angeguckt und waren völlig begeistert. Außerdem waren die Dresdner so genial, dass sie herausgefunden haben, warum das Auto in der Zeit permanent liegen geblieben ist.“

Ob es im Verlauf der Serie noch mal einen Abstecher nach Dresden geben wird, steht noch nicht fest. Elisabeth Lanz würde es aber alleine schon wegen Kollegin Gesine Cukrowski freuen. Wie die Verfolgungsjagd ausgeht, ob Dr. Mertens das Känguru retten kann und ob sie es noch rechtzeitig zu ihren Vortrag auf dem Zoo- und Wildtierkongress schafft, können die Zuschauer ab 2019 in der ARD sehen.

Von Maraike Mirau

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