Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Erbstein-Grabstätte auf dem Trinitatisfriedhof restauriert
Dresden Lokales Erbstein-Grabstätte auf dem Trinitatisfriedhof restauriert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:37 09.09.2015
Bauleiter Wolfram Hasert erläutert dem Vereinsvorsitzenden Matthias Grimm, wie die Erbstein-Grabstätte restauriert wurde. Quelle: Peter Weckbrodt

Die auf der Rückseite der nördlichen Friedhofsmauer gelegene Grabstätte konnte Dank einer Initiative des Vereins vor dem Verfall gerettet und grundlegend saniert werden.

Ausgangspunkt waren Empfehlungen eines im März 2011 vom Landesamt für Denkmalpflege erstellten Gutachtens, die Maßnahmen zum Stopp des weiteren Verfalls und die Erhaltung der Grabstätte im "Jetztzustand", gleichsam als Dokumentation des Vergänglichen, beinhalteten. Tatsächlich erkennt der aufmerksame Beobachter neben den hervorragenden restauratorischen Leistungen auch bewusst so gelassene Fehlstellen im Giebelbereich und an den Säulen.

Mit der Wiederherstellung der Grabstätte in einen würdigen Zustand tragen der Numismatische Verein und die Stadt Dresden den Verdiensten von Mitgliedern der Familie Erbstein für die Stadt Dresden Rechnung.

Julius Theodor Erbstein (1803-1882) war Historiker, Numismatiker und Archivar.

Sein jüngerer Sohn Heinrich Albert (1840-1890) machte sich als Direktor des Münzkabinetts und als Herausgeber der Numismatischen Blätter verdient.

Der ältere Sohn Richard Julius (1838-1907) war Direktor des Grünen Gewölbes, der Porzellansammlung und des Münzkabinetts. Selbst unverheiratet geblieben, widmete er sich mit ganzer Kraft der Kunst und den Sammlungen und führte die Numismatische Gesellschaft zu Dresden.

Der Vorsitzende des Numismatischen Vereins zu Dresden e. V., Matthias Grimm, hebt die von der Ottendorfer Bau- und Denkmalpflege GmbH Fuchs+Girke erbrachten Leistungen und ihre Fairniss in allen finanziellen Fragen hervor. "Wir haben umfangreiche Erfahrungen in der Denkmalpflege.", hebt deren Bauleiter, Wolfram Hasert, hervor. "Wir haben schon am Zwinger, an der Frauenkirche und am Dom zu Hildesheim mitgewirkt. Aktuell arbeiten wir am Schweriner Schloss. Wir halten gerade in Dresden die Erhaltung der vielen kleinen Denkmale für wichtig. Die Pflege der Denkmale fördert die Verbundenheit der Bürger mit der Stadt.", begründet er das Engagement für die Erbsteingrabstätte. "Wir haben die Sandsteinteile zunächst gereinigt, die Verblechung als Schutz vor Nässe erneuert, Steinrestaurierungsmittel und Steinfestiger eingebracht. Die Retuschen erfolgten in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege.", schildert er die denkmalpflegerischen Leistungen.

Der Vereinsvorsitzende skizziert die finanzielle Abwicklung: "Die Stadt hat unser Vorhaben mit rund 1500 Euro gefördert. Von den Mitgliedern unseres Vereins wurden über 5500 Euro gespendet. Von der Familie des Direktors des Münzkabinetts Herrn Dr. Grund kam ebenfalls eine namhafte Spende. Aber auch der Chef des Osnabrücker Münzhauses Künker, förderndes Mitglied unseres Vereins, hat sich finanziell eingebracht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2014

Peter Weckbrodt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schulinspektionen sollen helfen und sind nicht als Überwachung gedacht. Das empfiehlt Wulf Homeier, Präsident der Konferenz der internationalen Schulinspektorate.

09.09.2015

Medizinstudenten in Dresden können künftig eine für Patienten verständliche Ausdrucksweise lernen. Die Medizinische Fakultät der Technischen Universität biete ab dem Wintersemester das bundesweit einmalige Wahlfach „Was hab‘ ich?“ für patientengerechte Kommunikation an, sagte die Geschäftsführerin der gleichnamigen gemeinnützigen GmbH, Anja Bittner, am Dienstag.

09.09.2015

Der große Plenarsaal, in dem sich früher die Stadträte stundenlang die Köpfe heißredeten, ist jetzt nur noch ein Torso aus Beton, Ziegel und frischverlegten Induktionsschleifen.

09.09.2015
Anzeige