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Enthält die Machbarkeitsstudie zum Dresdner Fernsehturm falsche Zahlen?

Fernsehturmverein rechnet nach Enthält die Machbarkeitsstudie zum Dresdner Fernsehturm falsche Zahlen?

Der Fernsehturmverein hat nun offenbar erstmals gravierende Mängel in der Machbarkeitsstudie zum Fernsehturm nachgewiesen. Wie der Verein mitteile, seien in der Studie die Nutzflächen von Restaurant und Aussichtsplattform um ein Vielfaches größer beschrieben als es tatsächlich der Fall sein soll – und somit die kalkulierten Kosten auch deutlich höher angesetzt.

Der Dresdner Fernsehturm: Wird er je wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein?
 

Quelle: picture alliance / ZB

Dresden.  Der Fernsehturmverein hat nun offenbar erstmals gravierende Mängel in der Machbarkeitsstudie zum Fernsehturm nachgewiesen. Wie der Verein mitteile, seien in der Studie die Nutzflächen von Restaurant und Aussichtsplattform um ein Vielfaches größer beschrieben als es tatsächlich der Fall sein soll – und somit die kalkulierten Kosten auch deutlich höher angesetzt, als wohl benötigt. In seinem Dissens-Papier von Anfang August hatte der Verein bereits auf Ungereimtheiten bei der Größe der Flächen hingewiesen und eine Überprüfung gefordert. Da dem bislang niemand nachgekommen sei, habe man nun anhand eines 3D-Modells und alten Bauplänen selbst die Flächen von Restaurant und Aussichtsplattform bestimmt, erklärte Vereinssprecherin Barbara Lässig.

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Zukunftsvisionen um den Fernsehturm

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So habe Bauingenieur Rainer Kästner vom Verein auf Grundlage einer Planzeichnung aus dem Heft „Bauplanung-Bautechnik“ von 1971 errechnet, dass das zweistöckige Restaurant eine Nutzfläche von 337,5 Quadratmetern hätte, und nicht wie in der Studie angegeben etwa 800 Quadratmeter. „Wenn wir jetzt noch großzügig zwei weitere Etagen unterhalb für Toiletten und Technik wie Klimaanlagen und ähnliches einrechnen, kommen wir auf eine Maximalgröße von rund 500 Quadratmetern“, so Lässig. Damit liege man mehr als ein Drittel unter dem in der Studie veröffentlichten Flächenmaß.

Eine riesige Diskrepanz gäbe es zudem bei der Berechnung der Aussichtplattform. Dort kommt der Fernsehturmverein anhand der Berechnung an einem 3D-Modell auf eine Größe von etwa 142 Quadratmetern – in der Studie wird die Plattform immerhin mit rund 1500 Quadratmetern angegeben. „Wir fordern die Verantwortlichen auf, diese Zahlen zu überprüfen und Stellung zu beziehen“, erklärte Barbara Lässig mit Blick auf die am Montag 19 Uhr am Gymnasium Bühlau stattfindende Einwohnerversammlung zum Thema Fernsehturm. Dort wolle man aber nicht auf die aktuelle Problematik pochen, sondern als eher als Gast und Zuhörer auftreten und den Argumenten der Einwohner folgen, wie Lässig versicherte. Am Ende wolle man aber Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ein entsprechendes Papier überreichen.

Von DNN

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