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Lokales Endspurt bei der Sanierung des Gastronomiegebäudes
Dresden Lokales Endspurt bei der Sanierung des Gastronomiegebäudes
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15:54 08.07.2016
Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter SIB, im künftigen Zuschauerraum. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Endspurt im Gastronomiegebäude der Semperoper: Die Umbauarbeiten, die aus dem ehemaligen Bistro und Restaurant eine Studiobühne und eine Kantine machen, sind auf der Zielgeraden. Ende August wird das Haus an die Nutzer übergeben, am 16. Oktober soll sich dann der Vorhang für die erste Premiere heben. Das teilte Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien-und Baumanagement (SIB), am Freitag mit.

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Nach knapp zwei Jahren sind die Umbauarbeiten am Gastronomiegebäude der Semperoper beinahe abgeschlossen. Am 16. Oktober soll die Premiere auf der neuen Studiobühne stattfinden. Sechs Millionen Euro sind in das Vorhaben geflossen.

Die Idee, aus dem rückwärtig an die Semperoper angrenzenden Haus eine Bühne für junges Publikum zu machen, hatte bereits die 2012 verstorbene Intendantin Ulrike Hessler. Im August 2014 schließlich begannen die Arbeiten. Um Platz für 160 Zuschauer in der im ersten und zweiten Obergeschoss angeordneten Studiobühne zu schaffen, wurde die ehemalige Kantine in das Erdgeschoss verlagert. Ein 330 Quadratmeter großer Raum ist so entstanden. Die entsprechende Höhe wurde erreicht, indem man Teile der Decke zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss entfernt hat. An den Seitenwänden reihen sich die Fenster aneinander. „Es ist einer der schönsten Bühnenräume überhaupt, mit diesem Ausblick auf den Zwingerteich und den Park“, zeigt sich Coulin begeistert.

Den Boden bedeckt gänzlich ein speziell für Bühnen entwickeltes Holzparkett. Einen mittleren fünfstelligen Betrag habe man dafür in die Hand nehmen müssen, wie Coulin sagt. Ein festes Gestühl, ein Parkett oder eine Loge wird es nicht geben. „Die Besucher werden so sitzen, wie es die Vorstellungen erfordern. Der Regisseur kommt und sagt, was er will“, erklärt der Niederlassungsleiter.

Im Erdgeschoss des Gebäudes wird sich künftig die Opernkantine befinden, die Sanierung der Terrasse soll sich bis September anschließen. Auf eine neue Küche kann sich Pächter Stefan Herrmann freuen. Ob die Kantine auch für Besucher geöffnet wird, ist derzeit noch unklar. „Von dieser einmaligen Lage sollten nicht nur die Mitarbeiter profitieren. Dazu laufen aber noch Gespräche mit dem Sternekoch“, sagt Coulin.

36 Bau- und 25 Technikfirmen sind aktuell an dem Vorhaben beteiligt, um den Zeitrahmen einzuhalten. Beim Kostenrahmen ist dies schon gelungen, wie Coulin versichert. Rund sechs Millionen Euro hat der Freistaat zur Verfügung gestellt. Dafür hat auch der Musenfries des Dresdner Bildhauers Christian Gottlieb Kühn, der vor der Sanierung am Treppenaufgang zum damaligen Opernrestaurant angebracht war, an der Rückwand der Besuchertreppe der Studiobühne einen neuen Platz bekommen.

„Nach außen hin behält das Gebäude sein Kleid“, erklärt der Niederlassungsleiter. Das war auch nötig, weil der 1985 von Wolfgang Hänsch errichtete Erweiterungsbau seit 2013 unter Denkmalschutz steht.

Von Christin Grödel

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