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Lokales Ende von stadtweiten verkaufsoffenen Sonntagen: Dresdner Elbepark prüft rechtliche Schritte
Dresden Lokales Ende von stadtweiten verkaufsoffenen Sonntagen: Dresdner Elbepark prüft rechtliche Schritte
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17:26 09.09.2015
Das Einkaufszentrum Elbepark in Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
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Doch nicht nur zwischen Prager Straße, Hauptbahnhof und Altmarkt können Dresdner und Besucher auf die Jagd nach den letzten Weihnachtsgeschenken gehen. Auch die 180 Geschäfte im Elbepark in Kaditz öffnen ihre Pforten zum sonntäglichen Adventsshopping. Dies wird aller Voraussicht nach jedoch der letzte Adventssonntag in den kommenden vier Jahren sein, an dem im Elbepark eingekauft werden kann. Die rot-rot-grüne Stadtratsmehrheit hat Mitte Dezember die stadtweiten Einkaufssonntage abgeschafft (DNN berichteten).

Statt der von der Verwaltung vorgeschlagenen vier Sonntagsöffnungen in der gesamten Stadt wird es nun nur sechs, auf einzelne Stadtgebiete begrenzte Einkaufssonntage geben. Am 6. Dezember soll es zudem wegen des Striezelmarktes einen verkaufsoffenen Sonntag geben – allerdings nur in der Innenstadt und ohne den Elbepark. „Diese Regelung ist für uns eine Katastrophe“, sagt Gordon Knabe, Centermanager des Elbeparks. „Die Menschen haben im Advent gehörigen Geschenkedruck und wollen zum Einkaufen auch die Sonntage nutzen. Wenn wir dieser Nachfrage nicht nachkommen können, ist das für uns extrem imageschädlich“, sagt er.

Bis zu 30 000 Kunden kämen in der Regel zu den verkaufsoffenen Sonntagen in den Elbepark. Gibt es die nicht mehr, bedeute das auch für die Händler einen erheblichen Umsatzeinbruch. Vor allem in der Adventszeit, in der die Mehrheit laut Knabe bis zu 50 Prozent ihres Umsatzes erzielten. „Rechnen sie da mal zwei Tage raus. Das ist für die meisten verheerend“, so der Centermanager-Manager. Die Regelung von sechs auf einen einzelnen, Stadtteil begrenzten Sonntags-Shoppingtag im Jahr stellt für Knabe keinen Ersatz dar. Denn daran ist die Bedingung eines regionalen Anlasses wie beispielsweise einer Festveranstaltung geknüpft. „Für uns in Mickten und Kaditz käme da lediglich die Zeit um das Pieschener Hafenfest in Frage. Unsere Kunden wollen aber jetzt Weihnachtsgeschenke kaufen und nicht im Sommer,“ ärgert sich Knabe.

Der Elbeparkmanager will die Sache keinesfalls auf sich beruhen lassen. „Wir werden die Entscheidung des Stadtrates rechtlich prüfen lassen,“ kündigt er an. Er glaube vor allem nicht, dass der Ausschluss des Elbeparks vom verkaufsoffenen Sonntag am 6. Dezember 2015 rechtens sei. „Die Ladenöffnung an diesem Tag in der Innenstadt wird mit dem Striezelmarkt begründet“, so Knabe. Dieser werde aber inzwischen bundesweit beworben, sei demnach längst kein regionales Ereignis mehr. „Folglich widerspricht das den eigenen Stadtratsvorgaben des regionalen Anlasses“, meint er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19. Dezember 2014.

Susann Schädlich

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