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Lokales Ende der Postplatz-Konzerte in Dresden – Polizei ermitelt gegen Pegida-Teilnehmer
Dresden Lokales Ende der Postplatz-Konzerte in Dresden – Polizei ermitelt gegen Pegida-Teilnehmer
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23:46 09.09.2015
Nach ersten Schätzungen waren rund 3000 Menschen bei Pegida Quelle: DNNOnline
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Rund 150 Besucher lauschten der Musik. Die Postplatz-Konzerte hatten in den vergangenen Monaten ein musikalischen Zeichen gegen die Pegida-Demos gesetzt und regelmäßig Hunderte Menschen angelockt, in den vergangenen Wochen war das Interesse aber immer weiter abgeflaut.

Frank Eckhardt, Geschäftsführer des Riesa Efau und Mitorganisator der Postplatz-Konzerte, sagte zum Ende der Musikreihe: „Wir haben das Ende selbstbestimmt gefasst und es war eine wunderbare Zeit hier die Konzerte zu organisieren und ein Forum des Miteinanders zu bieten.“ Jetzt ginge es für viele Beteiligte in den Wahlkampf, in dem sich etliche engagieren wollten. Eine Zukunft ohne die Reihe, die sich aus Spenden finanzierte, sah Eckhardt ebenfalls: „In der Kultur gibt es so viele Begegnungsmöglichkeiten. Insofern wundert es nicht, dass auch in Dresden Kulturschaffende zueinander gefunden haben und sich künftig an anderen Orten weiter zueinander finden werden.“

Mit der Resonanz seien die Organisatoren in der Regel zufrieden gewesen. „Sie zeigt ein Stück weit die Kultur der Auseinandersetzung in der Stadt. Es waren meistens genügend Leute da. Manchmal hätten wir uns mehr Beteiligung gewünscht, kein Frage, aber deshalb hören wir nicht auf. Wir hören jetzt auf, wenn es am schönsten ist“, sagte Eckhardt abschließend.

Nach ersten Schätzungen waren rund 3000 Menschen bei Pegida Quelle: DNNOnline
Vorerst nicht aufhören will Pegida. Auf dem Schlossplatz versammelten sich nach Schätzungen der DNN rund 3000 Teilnehmer, die von der Bühne wenig Neues hörten. Die Polizei sprach am Abend von "mehreren tausend Teilnehmern". Am Dienstagvormittag kam auch die Studenteninitiative "durchgezählt" auf knapp 3000 Teilnehmer.

Einmal mehr ging es gegen Politiker, Medien, Flüchtlinge und seit zwei Wochen auch gegen Dynamo Dresden – hatte der Verein doch Tickets an Asylsuchende vergeben. Nach rund einer Stunde gespickt mit Halb- und Unwahrheiten zog die Menge über Augustusbrücke, Carolabrücke und Terrassenufer. Als der Pegida-Zug die Synagoge passierte, zeigte ein 24-jähriger Teilnehmer den Hitlergruß, teilte die Polizei mit. Er muss sich wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Zudem ermittelt die Polizei gegen einen 48-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, da er einen verbotenen Gegenstand mitführte.

DNN

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