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Eltern in Langebrück verärgert über Schulverwaltung der Stadt

Bildung Eltern in Langebrück verärgert über Schulverwaltung der Stadt

Lange schon hatten Elternvertreter in Langebrück gewarnt: An der Grundschule werden im Schuljahr 2017/18 viele Hortplätze fehlen, weil sich der Platzmangel immer weiter verschärft. Genauso kommt es jetzt.

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Quelle: dpa

Dresden. Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann war vorsichtig: „Der Zeitplan ist so, dass wir das schaffen“, sagte er Ende März bei einer öffentlichen Diskussion im Dresdner Norden und schob dann sicherheitshalber noch ein „können“ hinterher. Die Vorahnung zeichnet den Bürgermeister als erfahrenen Mann aus. Den Eltern in Langebrück hilft das wenig. Sie sind stinksauer.

Die geplante Erweiterung der Grundschule mit Containern zum Schuljahresanfang 2017/18 ist geplatzt. „Die Errichtung von zwei Klassenzimmern aus mobilen Raumeinheiten in Form eines Anbaus an die Grundschule Langebrück wird erfolgen, aber eine Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2017/18 ist nicht mehr möglich“, teilte die Stadtverwaltung auf DNN-Anfrage mit.

Die Eltern sind empört. „Da platzt mir bald der Kragen“, erklärt der stellvertretende Elternratssprecher Thomas Meyer-Ross. Schon jetzt ist der Platzmangel so groß, dass praktisch alle Räume in der Schule für Unterricht und Hort doppelt genutzt werden. Bereits vor mehr als einem Jahr hätten die Eltern auf die weitere Zuspitzung mit Beginn des nächsten Schuljahres hingewiesen. Damals habe die Verwaltung noch an ihre Prognosen geglaubt und die Sorgen der Eltern beschwichtigt. Inzwischen werden die Zahlen auch im Rathaus anders gesehen. Doch die Ausschreibung für die Container-Erweiterung scheiterte. „Da kein Bieter den engen Zeitrahmen bis Schuljahresanfang 2017/18 realisieren kann“, heißt es zur Begründung aus dem Verwaltungsbereich von Bürgermeister Vorjohann. Nun werde eine neue Ausschreibung gestartet, das bringe Zeitverzug bis „mindestens“ zu den Herbstferien.

Meyer-Ross kann seinen Ärger da nur mühsam im Zaum halten. Nachdem die Verwaltung „viel zu spät“ aktiv geworden sei, sollte sie jetzt eine einfache, aber schnelle Lösung anstreben. Ihm sei es völlig egal, ob die geplanten Container übereinanderstehen und es einen Durchbruch zum bestehenden Gebäude der Grundschule gibt. Die zusätzlichen Klassenräume müssten dringend geschaffen werden. Er befürchtet, dass auch der Termin im Oktober platzt. Für fast 20 Kinder wäre das ganz besonders schlimm. Sie werden mutmaßlich mit Beginn des Schuljahres im August keinen Hortplatz an der Grundschule haben. Derzeit sind nur 197 genehmigt, im nächsten Schuljahr würden aber 214 gebraucht, rechnet Meyer-Ross vor. Die Kinder müssten in den Hort an anderen Schulen wechseln oder die Eltern selbst für Betreuung sorgen – mit dem entsprechenden organisatorischen und finanziellen Aufwand. „Das Amt für Kindertagesbetreuung arbeite mit dem Träger des Horts an einer Klärung“, stellte die Verwaltung auf Anfrage fest.

Die Elternvertreter befürchten Einschränkungen beim Unterrichtsangebot und bei der integrativen Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und fragen sich, ob die derzeitigen beengten Verhältnisse überhaupt noch den Brandschutzbestimmungen entsprechen. Abfinden will sich die Elternschaft mit der Situation nicht. In einem Brief an Bürgermeister Vorjohann hagelt es harsche Kritik an der Verwaltung. Gleichzeitig wird der CDU-Politiker für Mittwoch Abend zu einer Sitzung des Elternrats eingeladen. Die Containererweiterung müsse zum Schuljahresbeginn kommen. „Die verspätete Aufstellung ist nicht hinnehmbar.“

Von Ingolf Pleil

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