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Eltern in Dresden müsse mit weiter steigenden Kita-Beiträgen rechnen

Kinderbetreuung Eltern in Dresden müsse mit weiter steigenden Kita-Beiträgen rechnen

Die Beitragserhöhung für die Kinderbetreuung in Dresden für diese Jahr ist noch gar nicht in Kraft, da kündigen sich schon die nächsten Schritte an. Basis für die Elternbeteiligung an den Kosten von Krippe, Kindergarten und Hort sind die Betriebskosten in diesen Einrichtungen. Dafür hat die Stadt jetzt deutliche Erhöhungen für 2015 bilanziert.

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Die Kosten für die Kinderbetreuung sind im letzten Jahr deutlich gestiegen.

Quelle: Archiv/dpa

Dresden. Für die Kinderbetreuung in Dresden ist die nächste Beitragserhöhung absehbar: Die Stadt hat die Betriebskosten für 2015 veröffentlicht. Dabei sind teilweise deutliche Steigerungen zu verzeichnen. Die Betriebskosten sind die Basis für die Ermittlung der Elternbeiträge. Derzeit beträgt der Anteil laut Elternbeitragssatzung der Stadt 23 Prozent für die Betreuung der Kinder in Krippen sowie 30 Prozent für Kindergärten und Horte. Der übrige Teil entfällt auf die Stadt und das Land. Der Stadtrat wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 über die ab 1. September 2017 gültigen neuen Elternbeiträge entscheiden. Dazu startet in den nächsten Wochen zunächst das laut Kitagesetz erforderliche Abstimmungsverfahren mit allen in der Landeshauptstadt Dresden tätigen Trägern von Kindertageseinrichtungen. Anfang des Jahres hatte der Stadtrat über die Beitragserhöhung für dieses Jahr entschieden. Sie wird ab 1. September wirksam.

Im Durchschnitt sind die Aufwendungen für den Betrieb der Dresdner Kindertageseinrichtungen in städtischer sowie freier Trägerschaft im vergangenen Jahr um rund 3,6 Prozent gestiegen. Dabei fiel die Steigerungsrate mit 4,36 Prozent im Bereich der Krippenbetreuung am höchsten aus; mit 3,71 Prozent folgen die Kindergärten. Im Bereich der Hortbetreuung haben sich die Betriebskosten lediglich um 2,80 Prozent erhöht. Im Vergleich mit dem Jahr 2014 waren lediglich im Bereich der Ganztagesbetreuung der Horte an Förderschulen um 0,79 Prozent niedrigere Betriebskosten zu verzeichnen. Der Vorschlag der Verwaltung für die Erhöhung der Elternbeiträge „wird die veränderten Betriebskosten 1:1 abbilden“, hieß es gestern auf DNN-Anfrage in der Stadtverwaltung.

Zu den Betriebskosten gehören die Personal- und Sachkosten. Die Kostensteigerungen gehen laut Stadt vor allem auf den seit 1. September 2015 verbesserten Betreuungsschlüssel für Kindergartenkinder und die rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft getretenen Einkommensverbesserungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst zurück. Im Durchschnitt seien die Gehälter damals um 3,3 Prozent gestiegen, rechnet die Stadt vor. Auch der seit 1. Januar 2015 gültige gesetzliche Mindestlohn wirke sich kostensteigernd auf die Betriebskosten aus. Hier würden insbesondere Teuerungen bei den von Dienstleistern erbrachten Reinigungs- und Cateringleistungen zu Buche schlagen. Parallel zur Erhöhung des Betreuungsschlüssels hatte der Freistaat zwar auch die pro Kind und Jahr an die Kommunen gezahlte Kita-Pauschale erhöht. Sie stieg von 1875 Euro (bis 2014) auf 2010 bis zum 31. August 2015 und dann auf 2085 Euro. Laut Stadtverwaltung hat dies aber keinen Einfluss auf die Höhe der Elternbeiträge. Die höhere Pauschale verringere lediglich die Schere, die sich zu Lasten der Kommunen bei der Kostentragung über die Jahre aufgetan hat.

Ebenfalls zugelegt haben die für die Kindertagespflege aufgewendeten betrieblichen Kosten. Die Steigerung fällt hier mit 8,52 Prozent auf 846,95 Euro pro Platz und Monat besonders deutlich aus. Die Aufwendungen in der Kindertagespflege bleiben jedoch entsprechend des sächsischen Kita-Gesetzes bei der Kalkulation der Elternbeiträge unberücksichtigt.

Grundsätzlich sind die bereits beschlossenen Beitragserhöhungen ab 1. September moderat. In der Krippe steigt der monatliche Beitrag für das erste Kind von 198,89 Euro für die 9-Stunden-Betreuung auf 203,93 Euro, im Kindergarten von 137,74 Euro auf 140,79 Euro für neun Stunden. Dem lag eine Erhöhung der Betriebskosten pro Platz und Monat von 864,72 Euro auf 886,65 Euro (Krippe, plus 2,5 Prozent), von 459,12 Euro auf 469,31 Euro (Kindergarten, plus 2,2 Prozent) und von 271,74 Euro auf 274,12 Euro (Hort, plus 0,9 Prozent) zugrunde. Im vergangenen Jahr stiegen die Kosten in der Krippe auf 925,28 Euro, im Kindergarten auf 486,74 Euro und im Hort auf 281,81 Euro an. Die Steigerungen waren damit durchweg deutlich höher als vor der letzten Beitragserhöhung. Wie die nächste Anhebung ausfallen wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Von Ingolf Pleil

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