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Eltern in Dresden disziplinierter: Bei Kita-Beiträgen immer weniger Schulden

Finanzen Eltern in Dresden disziplinierter: Bei Kita-Beiträgen immer weniger Schulden

Bei immer Kindern in der Stadt gehen die Beiträge für die Kita-Betreuung jeden Monat in die Millionen. Die meisten Eltern zahlen pünktlich. Einige sind damit überfordert.

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Quelle: dpa

Dresden. Dresdner Eltern haben der Stadt im vergangenen Jahr knapp 709000 Euro an Kita-Beiträgen geschuldet. „Das entspricht 2,9 Prozent der im Jahr 2016 vom Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen eingenommenen Elternbeiträge in Höhe von 24,7 Millionen Euro“, erklärte Marco Fiedler, Sprecher des Eigenbetriebs, gegenüber DNN.

Tendenziell sind die Eltern damit in den vergangenen fünf Jahren immer disziplinierter geworden. 2012 hatte die Stadt offene Forderungen von rund 639000 Euro (jeweils Stand: 31.12.). Das macht seinerzeit bei 20200 Kindern in den städtischen Kita und einem Gesamtvolumen an Elternbeiträgen von rund 18 Millionen Euro einen Anteil von 3,5 Prozent aus. Inzwischen werden in den städtischen Kitas rund 25000 Kinder betreut. „Die Zahlen lassen einen rückläufigen Trend erkennen“, bestätigte Fiedler. Der Anteil offener Forderungen am Elternbeitragsvolumen nehme seit Jahren ab. Und er ist auch geringer als in anderen Städten. In Leipzig gab es im vergangenen Jahr nach einem MDR-Bericht offene Forderungen von 2,2 Millionen Euro.

In diesen Zahlen sind ausschließlich die Kindereinrichtungen in Trägerschaft der Stadt erfasst, das sind etwa 170 der insgesamt rund 400 Einrichtungen. Für die Freien Träger gibt es keine Statistik. „Das Bild im Forderungsmanagement der freien Träger ist nicht anders. Diesen Rückschluss spiegeln uns zumindest unsere Praxiskontakte“, beschreibt Fiedler die Situation. Belastbare, für alle Träger zusammengefasste Zahlen liegen allerdings nicht vor. Aussagen über die Zahl der betroffenen Kinder sind mit den zur Verfügung stehenden Daten aus der Buchhaltung auch nicht möglich, hieß es. Für ein Einzelkind in der Kinderkrippe wurden im vergangenen Jahr knapp 200 pro Monat fällig, also 2400 Euro im Jahr. Würde dies für alle Fälle unterstellt, ginge es um knapp 300 Kinder.

Auch die Gründe für die Säumigkeit der Eltern werden nicht statistisch erfasst. Um soziale Not dürfte es da meistens nicht gehen. In solchen Fällen sind Beitragsermäßigungen bis hin zur vollständigen Befreiung möglich. Fiedler: „Nach dem Eindruck der Beitragsstelle handelt es sich vielfach um ganz einfache Nachlässigkeiten. Beispielsweise werden Ermäßigungs- oder Erlassanträge nicht rechtzeitig gestellt oder Zahlungstermine schlicht verschusselt.“

Die Stadt zeigt sich bei ausstehenden Zahlungen dagegen wenig nachlässig. Zur Zahlung fällige Elternbeiträge würden gemahnt. „Mit einer Verzögerung von einem Vierteljahr werden alle trotz Mahnung noch immer nicht gezahlten Forderungen zur Beitreibung an die Stadtkasse abgegeben“, erläutert Fiedler das Prozedere. In der Summe betreffe das durchschnittlich rund 250 Hauptforderungen im Monat, wobei einem Zahlungspflichtigen zumeist mehrere Hauptforderungen zuzurechnen seien. Eine Hauptforderung ist der monatliche Beitrag für ein Kind.

Bei ganz harten Brocken ist auch die Stadt nicht zimperlich: „In Einzelfällen wurden Betreuungsverträge auch schon gekündigt“, erläutert Fiedler. In Anbetracht der Vielzahl beim Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen betreuter Kinder gehe deren Anteil allerdings gegen Null.

Von Ingolf Pleil

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