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Eltern im Dresdner Norden beklagen Zustände an Schulen

Bildung Eltern im Dresdner Norden beklagen Zustände an Schulen

Das neue Schuljahr beginnt, wie das alte endete: Eltern im Dresdner Norden beklagen die Zustände an der Schule ihrer Kinder und den Umgang der Verwaltung damit. Die Kritik richtet sich jedoch nicht nur an die Behörden. Auch die Elternvertretung in der Stadt gerät in die Kritik.

Eltern im Dresdner Norden beklagen die Zustände an der Schule ihrer Kinder und den Umgang der Verwaltung damit.

Quelle: dpa

Dresden. Das neue Schuljahr beginnt, wie das alte endete: Eltern im Dresdner Norden beklagen die Zustände an der Schule ihrer Kinder und den Umgang der Verwaltung damit.

So setzt sich die Geschichte um die Essenversorgung am Gymnasium Klotzsche kaum verändert fort. Der Speiseraum hat nur 120 Plätze, an der Schule gibt es jedoch etwa 820 Schüler und 70 Lehrer. Die Aufstellung weiterer Container, mit denen mehr Platz geschaffen werden könnte, lehnt die Stadt allerdings ab. Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) verweist dabei stets auf die ab 2019 geplante Sanierung der Schule. Der Aufbau von Containern für zwei Jahre sei nicht wirtschaftlich. Die Eltern sehen das ganz anders, unter anderem weil sie nicht sicher sind, dass 2019 wirklich mit der Sanierung begonnen wird.

Sie haben inzwischen eine Petition an den Stadtrat gerichtet, die heute im zuständigen Ausschuss öffentlich behandelt wird. Nach Angaben aus der Elternschaft hätten sich für den ersten Schultag rund 430 Schüler für die Schulspeisung angemeldet. Weil der Platz nicht reichte, hätten nicht alle Kinder in der Pausenzeit das Essen geschafft. Etwa 150 Kinder seien hungrig wieder in den Unterricht geschickt worden. In einem Aushang der Schulleitung würden die Schüler darauf hingewiesen, dass „besonders für die Schüler der 10 bis 12 Klasse unter der Prämisse der Teilnahme am Unterricht und der Gewährleistung der Aufsichtspflicht, eine Teilnahme an der Schulspeisung nicht an allen Tagen gewährleistet“ werden könne. Viele Schüler hätten daraufhin das Essen wieder abbestellt.

Die Stadt bleibt bei ihrer bisherigen Argumentation. Sie geht von 360 Schülern aus, die in drei Schichten mit Mittagessen versorgt werden könnten. Ob eine zweite oder noch längere Mittagspause möglich sind, obliege der Prüfung und Entscheidung der Schule.

Auch in Langebrück hält sich der Unmut. Die Container-Lösung für die Erweiterung der aus allen Nähten platzenden Grundschule ist nicht zum Schuljahresstart zustande gekommen. Das lag am lange zögerlichen Verhalten der Verwaltung. Als dann doch die Erweiterung in Angriff genommen wurde, scheiterte eine Ausschreibung daran, dass es schlicht keine Baufirmen gab, die den Auftrag übernehmen wollten. Eine zweite Runde war notwendig. Inzwischen scheint die Sache in Gang zu kommen. Bis Ende November sollen die Container stehen. Der stellvertretende Vorsitzende des Elternrats, Thomas Meyer-Ross, fordert jedoch Konsequenzen in der Verwaltung. „Es müssen Vorkehrungen geschaffen werden, damit sich so etwas nirgendwo in Dresden wiederholen kann“, fordert er.

Diese Vorkehrungen seien mit der Fortschreibung des Schulnetzplans getroffen, erklärte die Stadt. Dieser enthalte die aktuellen Prognosen. Da Prognosen aus der Betrachtung der Vergangenheit auf das Zukünftige blickten, seien Abweichungen „immer möglich“.

Grundmann sieht keinen „Interessenkonflikt“

Doch hier gerät dann auch die Elternvertretung in der Stadt in die Kritik. Die Langebrücker fühlen sich vom Kreiselternrat, der stadtweiten Interessenorganisation für Mütter und Väter mit Kindern in der Schule, im Stich gelassen. Meyer-Ross sieht die Ursachen dafür auch in einer Doppelfunktion: Die Vorsitzende des Kreiselternrats, Annett Grundmann, ist seit dem Frühjahr persönliche Referentin von Bildungsbürgermeister Vorjohann. Meyer-Ross spricht von einem „Interessenkonflikt“ und findet es „paradox, dass sie ihr Amt in der Elternvertretung nicht niedergelegt hat“. Im Kreiselternrat sind gewählte Elternvertreter aller Schulen vereinigt, die aus ihrer Mitte einen Vorstand wählen.

Grundmann sieht keinen Konflikt zwischen ihrer Arbeit bei Vorjohann und ihrem Ehrenamt. Sie stimme sich im Kreiselternrat im Vorstand oder mit Arbeitskreisleitern ab. „Die Frage eines Interessenkonfliktes stellt sich daher nicht.“ Sie bedauere, wenn sich Kritiker nicht direkt an sie wenden würden. Die Frage, ob sie bei der Wahl am 27. September für den Vorstand des Kreiselternrates antrete, ließ sie offen, weil es dafür noch zu früh sei. Sie möchte auch künftig in der Elternvertretung aktiv bleiben. Bislang sei aber noch nicht einmal der Elternrat in der Schule ihrer Tochter gewählt

Von Ingolf Pleil

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