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Elf Mal zerwühlen Wildschweine einen Garten in Dresden-Hellerau

Elf Mal zerwühlen Wildschweine einen Garten in Dresden-Hellerau

Jochen Dietz aus Hellerau ist auf Wildschweine nicht gut zu sprechen. In den zurückliegenden neun Jahren haben die Tiere nun schon elf Mal seinen Garten heimgesucht und große Teile zerstört.

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Dieses Blumenbeet und weitere Bereiche des Gartens von Jochen Dietz wurden von Wildschweinen zerstört.

Quelle: Dietrich Flechtner

Aufgewühlte Erde, herausgerissene Blumen, abgebrochene Gehölze - der 77-Jährige hat es satt.

Mehrmals schon wandte er sich an die dafür zuständige untere Jagdbehörde. Die Antwort sei immer die gleiche gewesen: Da das Grundstück nicht gewerblich genutzt werde, könne auch kein Schadensersatz gezahlt werden, erzählt Dietz seufzend. Die Kosten für die Wiederherstellung seines Gartens bleiben also an ihm hängen.

Billig ist die Angelegenheit für ihn nicht. Um sein Grundstück vor dem Schwarzwild zu schützen, betonierte er ringsherum im Abstand von zwei Metern Stahlpfosten ein und spannte stabilen Stacheldraht. Reine Materialkosten rund 2000 Euro. Genützt hat ihm die Investition in die Wildschwein-Abwehr nichts. Vergangenes Wochenende - in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag - bekam Jochen Dietz wieder ungebetenen Besuch. "Der Stacheldraht konnte die Wildschweine nicht abhalten. Sie haben sich einfach durchgebuddelt. Und zwar an einer Stelle, wo die Armierung noch nicht tief in den Boden reichte", erzählt Dietz.

Auch der Kleingartenverein Robinienhain e.V. auf der anderen Seite des Hellers kennt die Probleme mit den Wildschweinen. Laut Frank Hoffmann, dem ersten Vorsitzenden des Stadtverbandes der Dresdner Gartenfreunde, ist das Schwarzwild dort ebenfalls sehr aktiv, wie in anderen waldnahen Kleingartenvereinen auch. Insgesamt betrachtet stellen aber Füchse, Marder und Waschbären das größere Problem dar, da sie sich tiefer in die Stadt wagen. "Man kann zwar Fallen aufstellen, aber wenn die Tiere dann einmal hineingetappt sind, weiß man nicht mehr wohin mit ihnen. Denn man darf sie weder töten noch aussetzen", so Hoffmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2015

Carl Gruner

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