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Elbschwimmstaffel vereint Sport und Wissenschaft

Mitmach- und Forschungsveranstaltung Elbschwimmstaffel vereint Sport und Wissenschaft

Mit einer Elbschwimmstaffel wollen Sportler und Wissenschaftler auf den größten Lebensraum des Planeten aufmerksam machen und ein Verständnis für die Zusammenhänge nachhaltiger Nutzung und dem effektiven Schutz der Meere und Ozeane fördern. Zweiter Etappenstopp der Staffel ist in Dresden.

Archivbild der Elbe in Pirna

Quelle: Jürgen-Michael Schulter

Ozeane und Meere bilden den größten Teil der Erdoberfläche. Gespeist werden sie durch Flüsse, die als Handelswege und Nahrungsquelle unersetzlich sind. Mit einer Elbschwimmstaffel wollen Sportler und Wissenschaftler auf den größten Lebensraum des Planeten aufmerksam machen und ein Verständnis für die Zusammenhänge nachhaltiger Nutzung und dem effektiven Schutz der Meere und Ozeane fördern. Zweiter Etappenstopp der Staffel ist in Dresden.

Mit dem Leitgedanken „Entdecken. Nutzen. Schützen.“ soll am Beispiel der Elbe gezeigt werden, was Plastikmüll oder Abwasser mit schädlichen Spurenstoffen für Auswirkungen auf das Ökosystem von Flüssen hat und wie man einen einst schmutzigen Fluss wieder säubern kann. „Galt die Elbe vor 25 Jahre als einer der schmutzigsten Flüsse Europas, so zeigt sich heute, was durch ein gezieltes Zusammenwirken von Politik, Behörden, Wissenschaft und Gesellschaft möglich ist. Am Beispiel Elbe wollen wir die Menschen direkt an Meeres- und Fließgewässerforschung heranführen“, äußerst sich Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Start der längsten Freiwasser-Schwimmstaffel ist am Samstag in Band Schandau. Jeder Schwimmer muss eine Strecke von zwei Kilometern zurücklegen. Insgesamt umfasst eine Strecke der Staffel 19  Tagesetappen. Die zweite Etappe beginnt dann am Sonntag in Dresden. In Sachsen macht die Schwimmstaffel zudem noch in Meißen, Riesa, Torgau und Dommitzsch halt. Insgesamt legt die Staffel eine Strecke von 575 Kilometer zurück und durchquert sechs Bundesländer, bis sie schließlich am 12. Juli in Geesthacht in Schleswig-Holstein endet. 

Neben den 200 Amateur-Schwimmer, die mindestens ein Bronze-Schwimmabzeichen vorweisen müssen, werden auch prominente Wassersportler an der Schwimmstaffel teilnehmen. In Dresden wird sich am Sonntag der deutsche Wasserspringer und mehrfache Europameister Jan Hempel am Neudorfer Werder in die Elbe wagen und das Team auf der 25 Kilometer langen Staffeletappe nach Meißen unterstützen. Der gebürtige Dresdner war von der Idee der Schwimmstaffel sofort begeistert: „Ich bin noch nie in der Elbe eine so lange Strecke geschwommen. Es ist eine große Herausforderung für mich. Aber die Elbe bedeutet mir als Bürger der Stadt Meißen sehr viel. Es ist ein Lebensraum und ein Teil meiner Heimatstadt. In meiner Jugend spielten wir viel an der Elbe, mit meinen Kindern gehen wir oft an die Elbe und es ist ganz einfach ein Stück zu Hause, wenn ich an die Elbe denke.“

Neben dem Sport steht vor allem die Forschung im Vordergrund. Drei wissenschaftliche Projekte der Technischen Universitäten Berlin und Dresden sowie des Karlsruher Instituts für Technologie begleiten die Elbschwimmstaffel mit einem Forschungsboot. Das Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TU Dresden beschäftigt sich während der Elbschwimmstaffel mit dem Hochwasserschutz im Zusammenhang mit der Entwicklung naturnaher Gewässer. Das Projekt „In_StröHmunG“ entwickelt dabei Umbaumaßnahmen zur Gewässerbewirtschaftung und zum Management von Hochwasserrisiken.

Unter dem Motto „Das Meer beginnt hier“ sind auch Bürger und Bürgerinnen eingeladen, an den neun Etappenpunkten vorbeizukommen, selbst zu experimentieren und sich über nachhaltigen Hochwasserschutz und einheimische Fischarten zu informieren.

Maraike Mirau

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