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Lokales Elbewasser steht seit Wochen in Dresdner Kleingartenanlage: Stadt verbietet Abpumpen
Dresden Lokales Elbewasser steht seit Wochen in Dresdner Kleingartenanlage: Stadt verbietet Abpumpen
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18:08 09.09.2015
Vorstandsmitglied Wolfgang Herrmann (links) und Thomas Fischer, der den Höchststand des Hochwassers an seiner Hütte aufzeigt. Quelle: Dominik Brüggemann

Seit der Flut haben jedoch Fische, Mückenlarven und anderes Getier das Grundstück besetzt, denn das Wasser steht immer noch in der Parzelle und kann nicht ablaufen.

Insgesamt 240 der 270 Kleingärten hat die Flut schwer getroffen. Sie liegen direkt am Niedersedlitzer Flutgraben im alten Elbarm, nördlich der Leubener Kiesseen. Fischer und Vorstandsmitglied Wolfgang Herrmann ärgern sich über die fehlende Hilfe seitens der Stadt, nachdem der Pegel der Elbe längst gesunken war. "Dass während der Katastrophe die Prioritäten woanders lagen, war selbstverständlich", so Fischer. Danach habe man sich jedoch an das Umweltamt gewandt und keine Lösung für das Problem finden können.

"Wir wollten selbst abpumpen, das hat uns jedoch das Umweltamt untersagt, obwohl 2002 der Damm aufgegraben und das stehende Wasser einfach abgelassen wurde", sagt Fischer. Die Fläche gehöre der Stadt und die will Fischer in die Pflicht nehmen: "Hier stecken genauso Werte und viel Geld in den Anlagen wie in privaten Häusern", meint der Kleingärtner.

Nach Informationen der Stadtverwaltung können aktuell nur 2000 Liter Wasser pro Minute in den Flutgraben abgepumpt werden. Dies würde den Pegel der Kiessseen jedoch kaum absenken. Als Begründung nennt sie auf DNN-Anfrage die angespannte laufende Flächenentwässerung sowie eine Baustelle im elbnahen Bereich. Durch den hohen Kiesseen-Pegel drückt das Grundwasser in den Kleingärten immer wieder hoch. Deshalb unterstützt Fischer die Initiative, die sich um das Leerpumpen der Seen kümmert. Dabei stellt er klar: "Das Wasser kam nicht durch die Kiesseen, sondern staute sich von der Elbe und dem Flutgraben langsam hoch. Wenn die Seen abgepumpt würden, wäre uns sofort geholfen und wir könnten endlich aufräumen." Denn noch fehlen vielen Kleingärtnern Strom und Wasser, um mit technischem Gerät für Ordnung zu sorgen. Abgesehen davon stehen die Gemüsebeete unter Wasser. Nach drei Wochen ohne Sauerstoff setzt Fischer keine Hoffnung mehr in die Kartoffeln, Radieschen und Kräuter, von denen nur noch verfaulte Reste übrig sind.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.06.2013

Dominik Brüggemann

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