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Lokales Elbe in Dresden stagniert bei 5,41 Meter - Hochwasser in Sachsen auf dem Rückzug
Dresden Lokales Elbe in Dresden stagniert bei 5,41 Meter - Hochwasser in Sachsen auf dem Rückzug
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18:07 09.09.2015
Die Dampfschiffahrt musste den Betrieb einstellen. Quelle: Tanja Tröger
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„Vor einem Hochwasser wie vor 14 Tagen braucht niemand mehr Angst haben.“ Auch der Scheitel der Elbe sei inzwischen in Sachsen angekommen. Er erreichte die Landeshauptstadt am Abend. Seit 17.30 Uhr stagniert der Pegelstand bei 5,41 Meter. Nun werde er voraussichtlich langsam fallen.

Für Lausitzer Neiße und Schwarze Elster im Osten des Freistaates gab das Landeshochwasserzentrum schon Entwarnung. Auch für den Lockwitzbach hob die Stadt Dresden den Hochwasseralarm komplett auf.

Am Donnerstagmorgen waren für die Elbe am Pegel Dresden 5,35 Meter, am Mittag 5,40 Meter gemessen worden. Normal sind knapp zwei Meter, kritisch wird es ab sechs Metern, gefährlich ab sieben. Vor zwei Wochen hatte der Fluss am Pegel Dresden 8,76 Meter erreicht. Diesmal floss nur gut ein Viertel der Wassermenge elbabwärts. Bei der Flutkatastrophe 2002 war der Fluss am Pegel Dresden bis auf 9,40 Meter angeschwollen. In der Nacht zum Freitag sollte sich die Lage auf dem Niveau der Alarmstufe 2 entspannen, sagte die Sprecherin.

[gallery:500-2509354869001-DNN] An der Elbe bei Schöna, Dresden und Riesa galt weiterhin die zweite von vier Alarmstufen. Die Sächsische Dampfschiffahrt hat ihre Fahrten zwischen Seußlitz und Bad Schandau bis einschließlich Freitag eingestellt. Auch einige Fähren verkehren derzeit nicht, entlang des Flussufers sind Parkplätze und Radwege gesperrt. Die Filmnächte am Elbufer mussten ihr Programm hochwasserbedingt um eine Woche nach hinten verschieben.

Das Elbhangfest findet statt, das Drachenboot-Festival muss aber ausfallen. Das meldeten gestern die Verantwortlichen für das Fest zwischen Loschwitz und Pillnitz sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Dresden. WSA-Leiter Klaus Kautz erklärte, die Verantwortlichen des Drachenbootfestes hätten selbst entschieden, ihre Veranstaltung auf der Elbe abzusagen. „Die Rennen können nur bis zu einem Wasserpegel von 3,50 Metern stattfinden“, zitierte er die Wettbewerbsleitung.

Bei knapp 5,40 Metern scheint der Höhepunkt des Hochwassers erreicht. Quelle: Tanja Tröger
Das Elbhangfest-Programm wird der aktuellen Hochwassersituation angepasst, mehrere zum Beispiel für Hosterwitz geplante Veranstaltungen müssen an anderen Orten stattfinden. Pillnitz droht sogar ein Besucherschwund. Grund: Die Autofähre wird nicht fahren. Der Boden der Anlegestelle auf Pillnitzer Seite konnte nach der Juni-Flut noch nicht repariert werden. Dafür holen dort am Wochenende zwei Personenfähren über.

Deutlich entspannt hat sich die Lage bereits in Ostsachsen. Das Wasser in der Lausitzer Neiße und Schwarzen Elster sinkt weiter. Dort konnten die Alarmstufen weitgehend aufgehoben werden. Hier könnten erwartete Schauer und Gewitter nur zu geringen Wiederanstiegen führen, prophezeiten die Hydrologen. Nur im Unterlauf der Spree bei Lieske und bei Spreewitz galten noch Alarmstufen.

sl / cs / dpa

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