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Lokales Elb-Spaziergänger findet gestohlenes Kunstwerk
Dresden Lokales Elb-Spaziergänger findet gestohlenes Kunstwerk
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11:39 22.08.2017
Der Finder Gerald Warnecke (links) präsentiert mit Künstler Thomas Reichstein den „Schamanen“.  Quelle: privat
Dresden

 Die gestohlene Skulptur vom Elbufer ist wieder aufgetaucht. Gerald Warnecke fand sie beim Spaziergang an der Elbe am Montagmittag im Gebüsch an der Marienbrücke. Der Künstler Thomas Reichstein hatte erst vor einer Woche vier Plastiken im Flussbett am Königsufer aufgestellt – in der Nacht zum Sonntag wurde eine von ihnen, der „Schamane“, abgebrochen und entwendet. Wir sprachen mit Spaziergänger Warnecke über sein außergewöhnliches Fundstück.

Gerald Warnecke, am Montag wollten sie eigentlich nur schön an der Elbe spazieren gehen – und plötzlich finden sie ein Kunstwerk?

Ja, Tatsache. Ich kam von einem Termin in der Stadt und wollte hinter der Marienbrücke das letzte Stück nach Pieschen an der Elbe entlang gehen. Plötzlich sah ich im Gebüsch etwas blitzen, das hat mich neugierig gemacht. Als ich näherkam, entdeckte ich den „Schamanen“. Ich habe schon öfter Portemonnaies und Handys gefunden, die habe ich stets zur Polizei gebracht. Also stellte sich überhaupt gar nicht die Frage, was ich mit der Skulptur mache.

Sie haben die Polizei gerufen?

Nein, das hätte viel zu lange gedauert. Ich wollte nicht warten, sondern nahm das Kunstwerk auf die Schulter und ging zur Bürgerstraße. Da übergab ich sie der Polizei.

Der Dresdner Künstler Thomas Reichstein hat am Mittwoch vier Skulpturen in die Elbe gestellt – zumindest fast: Die mannshohen Plastiken aus Aluminium stehen im trockenen Teil des Flussbettes am Königsufer, direkt an der Augustusbrücke.

Das sind knapp drei Kilometer, die Statue ist aus Aluminiumguss und fast mannshoch. Merken Sie heute nichts am Rücken?

Naja, ich spüre da so ein ganz leichtes Ziehen in der Schulter. (Lacht.)

Wie ging es weiter, als Sie die Statue an die Polizei übergeben hatten?

Nach kurzer Befragung durfte ich nach Hause und es dauerte nicht lange, bis sich der Künstler Thomas Reichstein bei mir meldete. Schon bald kam er mit der Statue überglücklich zu mir in die Wohnung, bedankte sich sehr und erzählte, was er schon alles unternommen hatte, um die Statue zu finden – er war sogar in der Elbe tauchen gegangen!

Klingt nach einem ereignisreichen Tag.

Und es geht gleich weiter! Für heute hat er mich in sein Atelier eingeladen, das interessiert mich sehr.

Von August Modersohn

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