Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Elaskon plant Ausbau in Reick - Chinesen wild auf Dresdner Autopflege
Dresden Lokales Elaskon plant Ausbau in Reick - Chinesen wild auf Dresdner Autopflege
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:39 09.09.2015

In den nächsten Jahren plant er zudem einen Fabrikausbau.

"Bisher hat der chinesische Mann anders getickt als der deutsche, dem sein Auto das liebste Kind ist", erzählt Schwald, der gerade von einer Asien-Reise zurückgekehrt ist. "Dem Chinesen war früher nur wichtig, dass sein Wagen rollt. Jetzt ist ein Umdenken im Gange - und das merken wir an der Nachfrage für unsere Autopflege. Da entwickelt sich ein Riesenmarkt für uns."

Deshalb hat Schwald am 1. Januar eine Elaskon-Filiale in Schanghai eröffnet. Denn die Chinesen, so weiß der Mittelständler auf Globalisierungskurs inzwischen, haben keine Lust, wochenlang zu warten, bis ein Schiff mit der Dresdner Autopflege eintrifft - sie erwarten immer sofortige Lieferung. Ursprünglich hatte Elaskon sogar erwogen, im Reich der Mitte eine eigene Produktion aufzuziehen. Doch das hat sich der Chef abgeschminkt: Zu groß ist die Angst, dass ihm die kopierfreudigen Chinesen die Geheimrezepte abluchsen.

Produziert wird also weiter nur in Dresden, wo sich Schwald nach eigenem Bekunden auf die Loyalität seiner Mitarbeiter verlassen kann. Und da auch die Nachfrage aus Indien, Russland und anderen Staaten wächst, baut Schwald an der Lohrmannstraße aus: In diesem Jahr werden die Laderampe für Hochsee-Container errichtet, alte Baracken abgerissen,eine Lagerhalle renoviert, das frühere Verwaltungsgebäude in einen neuen Sanitärtrakt für die Mitarbeiter umgebaut und das Produktionsgelände neu eingezäunt, um weiteren Einbrüchen einen Riegel vorzuschieben.

All dies bereitet eine größere Investition vor: Weil auf dem vor einigen Jahren übernommenen Gelände westlich der Lohrmannstraße nur Lager, aber keine Fabriken geduldet werden, verhandelt Schwald nun mit der Deutschen Bahn um ein Grundstück östlich des Elaskonwerks. "Denn wenn das so weitergeht mit dem Wachstum, müssen wir auch unsere Produktion ausbauen", sagt der Chef. Seit der Reprivatisierung 1992 ist der Weltmarktführer in der Nische nämlich fast ständig gewachsen, erfreuten sich die Seilschmierstoffe, Bau-Trennmittel und Autopflege-Produkte ("K 60 neu") aus Dresden steigender Beliebtheit nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Auf Geheiß "von oben" hatten beispielsweise die russischen Kunden zeitweise auf einheimische Produkte und dafür Elaskon vor die Tür gesetzt. Jetzt haben die Russen diese Entscheidung revidiert. "Die haben gemerkt, dass unsere Stoffe besser sind", meint Schwald.

So kletterte der Umsatz im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf 25 Millionen Euro, die Belegschaft ist auf 80 Mitarbeiter gewachsen. In den nächsten drei Jahren, so rechnet Schwald, soll der Personalstamm auf 90 bis 95 Mitarbeiter zulegen, die dann etwa 30 Millionen Euro umsetzen sollen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.03.2014

Heiko Weckbrodt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Getreu diesem Leitfaden der Dresdner Philharmonie unternahmen 55 Mitglieder des Philharmonischen Kinderchors Dresden, darunter auch ich, Ende Februar auf Einladung der Deutschen Internationalen Schule Sharjah (DISS) eine Konzertreise in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

09.09.2015

Durch den Wirtschaftsaufschwung und den demografischen Wandel schrumpft das Heer der Langzeit-Arbeitslosen in Dresden. Betreute das Jobcenter Ende 2012 noch 27 069 Dresdner, die mindestens 21 Monate lang ohne Arbeit waren, sank deren Zahl bis Ende 2013 um drei Prozent auf 26 253. "Mit diesem Rückgang stehen wir besser da als viele andere Regionen", betonte Jobcenter-Chef Jan Pratzka.

09.09.2015

Die Hände hält sie schützend über die Füße ihrer Patientin Carolin Fischer*. Birgit Peters schließt die Augen, atmet tief ein und aus. Regungslos steht sie in ihrer kleinen Praxis im ehemaligen Robotrongebäude an der Lingnerallee und lässt die Energie fließen, wie sie sagt.

09.09.2015
Anzeige