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Lokales Eisstockschießen in Dresden-Blasewitz: Neue Fläche für trendigen Wintersport
Dresden Lokales Eisstockschießen in Dresden-Blasewitz: Neue Fläche für trendigen Wintersport
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09:38 09.01.2017
Jens Budde demonstriert das Eisstockschießen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Pünktlich zu Schneefall und eisigen Temperaturen wird am Waldparkrestaurant in Blasewitz eine neue winterliche Attraktion errichtet. Ab Montag können die Gäste hier täglich zum Eisstockschießen kommen. Zwei Bahnen mit je 16 Meter Länge und zwei Meter Breite hat Geschäftsführer Jens Budde hier aufgebaut, eine auf der Terrasse des Restaurants und eine schräg gegenüber auf der überdachten Terrasse des Tennisclubs. Bis Ende April und dann wieder ab Oktober können Neugierige wie auch Erfahrene hier der Trendsportart nachgehen.

„Es spielen zwei Teams bis zu jeweils vier Spielern gegeneinander“, erläutert Budde. „Der Eisstock wird über das Feld geworfen und muss möglichst nahe an der Daube, dem puckähnlichen Zielstein, zum Stehen kommen. Wird er aus seinem Zielfeld geschleudert, kommt er wieder in die Mitte.“ Die Punkteabrechnung ist dabei ähnlich wie beim Curling: nach vier Würfen gibt es einen Punkt für jeden Eisstock, der näher an der Daube ist, als der nächste des gegnerischen Teams. Ein Eisstock wiegt circa drei Kilo, es gibt aber auch kindgerechte Ausführungen mit einem Gewicht von 800 Gramm.

„Spaß und Spielfreude sind garantiert“, ist sich der Initiator dieser Attraktion sicher. Er hatte schon länger eine Winteraktivität geplant, nachdem Restaurantgäste in den Sommermonaten direkt am angrenzenden Tennis-Court sitzen. Ein Traum wäre eine Eislauffläche an genau dieser Stelle. Materialkosten von rund 200 Euro pro Quadratmeter Fläche, die auch der Untergrund für die Eisstockbahnen ist, lassen dies aber utopisch erscheinen.

„Wir sind zuversichtlich, dass unser Angebot gut angenommen wird“, freut sich Budde. „Wir haben schon die Buchung einer Gruppe, die extra ihre Weihnachtsfeier dafür verschoben hat. Zudem haben wir moderate Preise: mit zehn Euro pro Bahn und fünf Euro pro Person sind wir günstiger als andere Angebote dieser Art in Dresden.“

Selbstverständlich kann man die Bahnen mieten, ohne im Restaurant etwas zu essen. Wer jedoch beides kombinieren will, dem stehen verschiedene Spezialangebote zur Verfügung.

Ein letzter Schliff ist aber noch nötig und es ist ausgerechnet dem Winter zu schulden, dass er noch aussteht. „Die Folie für das Zielfeld muss noch aufgeklebt werden, dafür braucht es aber mindestens zehn Grad über null, sonst hält sie nicht.“ Bei teilweise minus 13 Grad am Freitag ein unmögliches Vorhaben. „Da werde ich am Wochenende mit Zelt und Heizstrahler ran müssen.“

Von Gerrit Menk

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