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Lokales Eisenbahnfreunde wollen gut 100 Jahre alten D-Zug-Wagen für Dresden restaurieren - eine Mammutaufgabe
Dresden Lokales Eisenbahnfreunde wollen gut 100 Jahre alten D-Zug-Wagen für Dresden restaurieren - eine Mammutaufgabe
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20:40 09.09.2015

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Busch für die Königlich-Sächsische Staatseisenbahn gebaut wurden ist, der Nachwelt als möglichst betriebsfähiges Fahrzeug zurück zu geben. Sie haben sich einer Mammutaufgabe verschrieben!

In Schwarzenberg wurde der Wagen von André Marks, dem geistigen Vater des Vorhabens, und dessen Mitstreitern in einem trostlosen Zustand aufgespürt. Dort war er auf Nebengleisen lange 19 Jahre allen erzgebirgischen Witterungsunbilden ausgesetzt. Auf einem Tieflader wurde er vor zwei Jahren in den Dresdner Norden gebracht und hier gesichert untergebracht. Die Radebeuler Dachdecker GmbH hat inzwischen unentgeltlich den wichtigsten Wagenteil mit einer schützenden Hülle versehen. Alles, was das Interesse von Buntmetall- und Schrottsammlern finden könnte, kam unter besonderen Verschluss.

Viele Teile bedürfen der gründlichen Aufarbeitung, beispielsweise die im schönsten Jugendstil aus Messing gegossenen Fenster- und Oberlichtverschlüsse. Daran arbeiten seit dem Vorjahr sechs dafür ausgebildete, in den alten Gewerken erfahrene Kräfte in den Werkstätten des Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerkes (SFUW) auf der Industriestraße. "Wir sind dankbar, mit dem SFUW einen für solche Arbeiten kompetenten Partner gefunden zu haben", unterstreicht Marks.

Hilfe kam auch vom Lehrstuhl Denkmalpflege der TU. Drei Studenten nahmen sich der schwierigen Aufgabe an, den gesamten Wagen im Detail zu vermessen und zu dokumentieren. Damit gibt es eine unverzichtbare Grundlage für alle nachfolgenden Gewerke.

In den TUs von Chemnitz und Dresden bauen jetzt Spezialisten über die Jahrzehnte verloren gegangene Buntmetallelemente nach. Mit dem Amt für Denkmalpflege wurde entschieden, welche Wagenteile beim Neuaufbau des Wagens wieder zu verwenden sind. Es geht um eine denkmalgeschützte Sanierung. Die Kosten dafür sind immens. Die Initiative rechnet mit einem sechsstelligen Euro-Betrag. Neben dem Eigenanteil des Vereins setzt die Initiative auf drei Quellen der Finanzierung: Stiftungserlöse, öffentliche Zuwendungen sowie materielle und finanzielle Zuwendungen von Betrieben und Einrichtungen. Für eine Aussage zum Zeitpunkt der Fertigstellung ist es noch zu früh. Nur eines ist sicher: Es wird Jahre dauern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.02.2014

Peter Weckbrodt

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