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Lokales Einzug der Post-Moderne in Dresden
Dresden Lokales Einzug der Post-Moderne in Dresden
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08:57 06.05.2017
Für die Paketboten bedeutet die mechanische Zustellbasis mehr Arbeitssicherheit, für das Unternehmen Deutsche Post große Zeitersparnis Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Am Freitagmorgen hat die Deutsche Post ihre erste mechanisierte Zustellbasis in Mitteldeutschland im Norden Dresdens offiziell in Betrieb genommen. Bis Ende 2016 mussten die täglich rund 13 000 Sendungen für das Dresdner Stadtgebiet noch per Hand sortiert werden.

Für den Betrieb der neuen 4 500 Quadratmeter großen Halle hat die Post 30 neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt beliefern von jetzt an 120 Paketzusteller die Dresdner Bürger in den nördlichen Stadtteilen, sowie Cotta, Striesen, Freital, Pirna, Radeberg und Weinböhla von der neuen Zustellbasis im Gewerbegebiet Übigau.

Wird ein Paket aus Berlin in die Landeshauptstadt des Freistaats geschickt, gelangt dies über das Sortierzentrum Ottendorf Okrilla, wo täglich 32 000 Sendungen bearbeitet werden, in die neue Zustellbasis Dresden. Innerhalb einer Minute wird das Päckchen gescannt und bis zu einem Kilometer weit über Förderbänder in der Halle transportiert, sagt Norbert Steputis, Abteilungsleiter im Bereich Auslieferung. Das Förderbandsystem mit vielen Schlaufen und blinkenden Lichtschranken auf verschiedenen Ebenen erinnert an eine Achterbahn auf dem Rummel.

Die automatische Sortiermaschine schickt die Pakete gemäß ihrer Adresse auf einer von über 72 Rutschen an der Längsseite der Halle. Am Ende der verstellbaren Rutschen warten die Paketzusteller und nehmen die Pakete in Empfang. „Durch das Wegfallen der körperlich anstrengenden Sortierarbeit entlasten wir unsere Mitarbeiter und haben gleichzeitig eine Zeitersparnis von bis zu einer Stunde“ fasst Pressesprecherin Tina Birke zusammen.

Der Leiter der Logistik im neuen DHL Sortierzentrum, Stefan Kunter, sieht in den neuen Rutschen den größten Vorteil der Anlage. Sie erspart schweres Heben und ein in die Quere kommen der vielen Paketboten, die ab 7.30 Uhr zu ihrer ersten Tour in das Dresdner Stadtgebiet aufbrechen. Die Rutschen von den Förderbändern unter der Hallendecke transportieren bis zu 200 Pakete. Diese müssen unten von dem Paketzusteller nur noch, nach Größe sortiert, in den Lieferwagen geladen werden. Das Beladen nimmt momentan noch etwa eine Stunde in Anspruch.

„Die Großinvestition wurde auch im Hinblick auf Kundenwünsche getätigt“, bemerkt Birke. Seit diesem Jahr können Kunden angeben, in welchem Zeitfenster sie das Paket erhalten möchten. Die neue Zustellbasis teilt die Pakete den entsprechenden Touren automatisch zu. Was sich die Post die neue „Paketachterbahn“ kosten lässt, verrät die Unternehmenssprecherin allerdings nicht.

Seit Januar ist der Betrieb Stück für Stück angelaufen,nachdem der Grundstein für die Baumaßnahmen im März vergangenen Jahres gelegt wurde. Nur zwischen 23 und 3 Uhr früh ruhen die Förderbänder. Für das alljährlich boomende Weihnachtsgeschäft wird die Post wegen des hohen Paketaufkommens trotzdem auf andere Zustellbasen ausweichen müssen.

Dafür will die Deutsche Post in der Vorweihnachtszeit eine zusätzliche automatische Zustellbasis in Chemnitz eröffnen. Zudem arbeitet das Unternehmen an seinen Klimazielen. In Sachsen sind bereits 80 elektrische Zustellfahrzeuge im Einsatz. Für den Stadtbereich Dresden ist der Einsatz zeitnah geplant.

In ganz Deutschland sind bereits über 70 automatische Zustellbasen in Betrieb, von denen die meisten deutlich größer sind als die nun in Betrieb genommene Dresdner Variante. „Dass in Mitteldeutschland erst jetzt in eine neue Zustellbaser investiert wurde, liegt an dem vergleichsweise geringen Paketaufkommen in der Region“ erklärt Birke auf Nachfrage. Auf Grund des stetig wachsenden Online Handels plant die Deutsche Post die mechanisierte Paketzustellung weiter auszubauen.

Von Tomke Giedigkeit

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