Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Eintrittspreise in Pillnitz bleiben auch nach sieben Jahren umstritten
Dresden Lokales Eintrittspreise in Pillnitz bleiben auch nach sieben Jahren umstritten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:08 10.04.2019
Ein Teil der Schlossanlage in Pillnitz. Eine Bürgerinitiative ist weiterhin gegen das Eintrittsgeld. Quelle: Schlösserland Sachsen
Dresden

Vom 30. März bis 3. November muss man für den Besuch des Schlossparks Pillnitz Eintritt zahlen. Dann ist die Anlage nur noch morgens von 6 bis 9 Uhr und ab 18 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit frei zugänglich.

Tagsüber kostet ein Parkbummel 3 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, inklusive Besichtigung von Museen und Palmenhaus 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Sieben Tore sollen offen gehalten werden

Eintrittsgeld erhebt die gemeinnützige GmbH Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen seit 2012. In diesem Jahr hat sich auch die Bürgerinitiative (BI) Schlosspark Pillnitz – Freier Parkzutritt gegründet, die diese Regelung rückgängig machen möchte.

Auch wenn es stiller um entsprechende Aktionen geworden ist, die BI hält an ihrem Ziel fest. So soll die Forderung Offener Park in Pillnitz bzw. Offene Parks in Sachsen auch bei den Kommunal- und Landtagswahlen eine Rolle spielen, teilte BI-Mitglied Christian Decker mit.

Ziel sei es vor allem, so Decker, dass wieder mindestens sieben von insgesamt neun Toren in den Schlosspark Pillnitz für alle Besucherinnen und Besucher offen gehalten werden.

Einnahmen stehen Kosten in Millionenhöhe gegenüber

Zurzeit kann man an zwei Zugängen Tickets erwerben. Für Inhaber einer Jahreskarte ist der Zugang an vier weiteren Toren möglich, nicht aber für die anderen Gäste.

Mit dem Thema Parkeintritt in Pillnitz beschäftigte sich auch eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dagmar Neukirch (SPD) vom Januar.

Sie wollte unter anderem Einnahmen und Kosten seit Erheben der Eintrittsgebühr aufgeschlüsselt haben. In der Antwort des Finanzministeriums wurden 664000 Euro Einnahmen 2012 und eine Steigerung bis 2018 auf vorläufig eine Million Euro aufgelistet. Dem standen Kosten in Millionenhöhe gegenüber.

„Pflegezustand des Parks hat sich erheblich verbessert“

Decker kritisiert die Zahlen nachdrücklich. Sie seien „wohl bewusst undurchsichtig“. Die für 2012 genannten Einnahmen seien ebenso wenig nachvollziehbar wie die aufgeführten Kosten, betont Decker.

Auf eine weitere Frage der Abgeordneten bezüglich einer eintrittsfreien Lösung für Dresdner verwies das Ministerium auf den EU-Grundsatz der Gleichstellung aller Menschen.

„Wir stellen nach sieben Jahren Parkeintritt im Schlosspark Pillnitz fest, dass der Pflegezustand des Parks erheblich verbessert werden konnte“, erklärte Uli Kretzschmar, Pressesprecher des Schlösserlands Sachsen, gegenüber DNN.

Kaum noch Vandalismus

Vandalismus im Park und am Schloss gäbe es kaum noch in nennenswertem Ausmaß. Kretzschmar unterstrich, dass Besucherzahlen und Einnahmeentwicklung nicht direkt vergleichbar seien.

Ein erheblicher Besucheranstieg sei im Vergleich der Saison 2017 und 2018 zu verzeichnen. Das habe das erste Winter-Event, der „Christmas Garden Dresden, möglich gemacht.

Generell konnte das kulturelle Angebot in Park und Schlossmuseum bereichert werden, sagte Kretzschmar. Ab 13. April ist hier die neue Sonderausstellung „Prinz Max von Sachsen – seiner Zeit voraus. Priester und Visionär“ zu sehen.

Von Genia Bleier

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das BedTalks-Festival im Dresdner The Student Hotel sorgt am 12. April für außergewöhnliche Gesprächssituationen: In neun Zimmern werden je zwei Gesprächspartner aus unterschiedlichen Bereichen auf ein Bett platziert. Gemeinsam mit Zuschauern werden sie dann zu bestimmten Themen diskutieren.

10.04.2019

Die Gewerkschaft Verdi fordert von den Arbeitgebern mehr Lohn. Am Mittwochmorgen blieben deshalb vielerorts die Busse im Depot. In der sächsischen Landeshauptstadt fielen einige Linien komplett aus.

10.04.2019

Am heutigen Mittwoch testet die Stadt wieder ihre Sirenen. Punkt 15 Uhr prüft das Brand- und Katastrophenschutzamt auf diese Weise die Funktionstüchtigkeit aller Sirenen.

10.04.2019