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Eine „Wunderwaffe“ wird 25

Stesad GmbH Dresden feiert Jubiläum Eine „Wunderwaffe“ wird 25

Wenn die Stadtverwaltung Dresden ein Problem rund um die Thematik Immobilien hat, wird die Stesad GmbH gefragt. Kindertagesstätten, Schulen, Kulturbauten, Nordbad oder St.-Pauli-Kirchruine – die städtische Tochter hat das Stadtbild geprägt. Jetzt beging das Unternehmen sein 25. Jubiläum.

Geschäftasführer Axel Walther bei seiner Ansprache.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Stesad GmbH? „Ich habe sie 1992 gegründet, weil wir unbedingt einen Sanierungsträger brauchten“, erklärte der frühere Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) in einer Videoeinblendung. 1992 war Roßberg noch als Stadtentwickler in Dresden tätig und tatsächlich einer der Gründungsväter der Stesad. Die städtische Tochtergesellschaft feierte am Freitag im Erlwein Capitol im Ostragehege mit rund 400 Gästen ihr 25-jähriges Jubiläum. Kein zufällig gewählter Ort: Die Stesad hat hier mit Sportgymnasium oder Ostrale mehrere Projekte betreut und wird mit dem neuen Trainingszentrum für Dynamo Dresden in naher Zukunft wahrscheinlich ein weiteres bearbeiten.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), der künftige Aufsichtsratsvorsitzende der Stesad, beließ es bei der Benennung einiger Leuchtturmprojekte wie Kulturpalast, Kraftwerk Mitte, Heeresbäckerei, Stadtmuseum, Heinrich-Schütz-Konservatorium, St-.Pauli-Ruine, Gymnasium Bürgerwiese und Technische Sammlungen. „Die Stesad hat nicht nur einfach Spuren hinterlassen, sie hat das Stadtbild entscheidend geprägt und damit das Gesicht Dresdens gestaltet.“

Geschäftsführer Axel Walther ist seit 1994 bei der Stesad tätig, die 1992 mit elf Mitarbeitern an den Start gegangen ist. „Ich habe die Personalnummer 50. Das zeigt, wie rasant sich das Unternehmen entwickelt hat“, erklärte Walther. Heute beschäftigt die Stesad GmbH 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zwei von ihnen sind seit der Gründung dabei.

Thomas Kübler, Direktor des Stadtarchivs Dresden, erinnerte an die Situation im Gründungsjahr: Von den 223 000 Wohnungen in der Stadt seien 180 000 dringend sanierungsbedürftig gewesen. Die Stesad begann als Sanierungsträger für die Stadtteile Neustadt und Pieschen, entwickelte das Kasernengelände der Sowjetarmee in Nickern, wurde beim Bau oder der Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten tätig. Eine städtische „Wunderwaffe“ gewissermaßen, die vom Stadtrat auch die Planungsleistungen für kommunalen Wohnungsbau übertragen bekommen hat.

Aus Historikerinnen, Philosophinnen, Lehrern und Ökonomen seien Spezialisten rund um das Thema Immobilien und Facility Management geworden, sagte Walther. Kreativität und Wandlungsfähigkeit würden die Stesad auszeichnen. „2006 hatten wir noch nicht einen Projektsteuerer und Baubetreuer im Unternehmen. Jetzt sind es bereits 25.“ Wenn die Stadt ein Problem im Immobilienbereich gesehen habe, sei die Stesad gefragt worden. „Darüber freue ich mich natürlich“, bekannte Walther, zumal die Zahl der Anfragen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sei.

Große Vorhaben wie etwa der Schulcampus in Tolkewitz hätten aber auch einen Nachteil: „Die Kapazitäten wachsen punktuell, aber wenn die Projekte fertig sind, werden sie nicht mehr benötigt.“ Im Moment seien alle 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komplett ausgelastet, sagt Walther. „Und ich glaube, dass es in Dresden noch wahnsinnig viel zu tun gibt für uns.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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