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Lokales Einbrecher müssen für Jahre ins Gefängnis
Dresden Lokales Einbrecher müssen für Jahre ins Gefängnis
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10:16 13.11.2015
Dresden

"Ein Zeuge hatte vor einem Haus zwei verdächtige Männer beobachtet, die telefonierten. Wir werteten die Daten der Funkzelle aus und konnten eine Telefonnummer Herrn K. zuordnen." So kam die Polizei Imam K. und Murat T. auf die Spur.

Wegen Wohnungseinbruchdiebstahls stand das Duo gestern vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, zwischen Oktober 2014 und Februar 2015 in elf Einfamilienhäuser in Dresden eingestiegen zu sein und dort vor allem Bargeld und Schmuck, aber auch Kameras, iPads, Laptops und ähnliche Dinge gestohlen zu haben - Gesamtschaden rund 100 000 Euro. Dazu kam noch ein erheblicher Sachschaden, denn zimperlich waren die beiden nicht. Sie gingen übrigens nicht nur in Dresden auf Beutezug. In gleicher Weise agierten sie gemeinsam in Dortmund und Altenburg und wurden dort auch schon verurteilt.

Beide wurden in der Türkei geboren und lernten sich 2012 in einem Asylheim in Deutschland kennen. Imam K. war geflohen, weil er in der Türkei angeblich wegen Motorraddiebstahls zu 30 Jahren Haft verurteilt worden seien soll. "Ich bin aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland gekommen", sagte Murat T. Beide sind drogenabhängig.

Imam K. räumte die Taten ein. Er habe sie mit einem Mittäter begangen. "Wir haben an den Häusern geklingelt. Wenn sich keiner gemeldet hat, sind wir ,reingegangen'. Die Sachen haben wir verkauft oder direkt gegen Drogen getauscht." Den Namen des Mittäters wollte er nicht nennen. Murat T. wies die Vorwürfe zurück: "Ich fühle mich nicht schuldig, ich habe damit nichts zu tun."

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Ralf Schamber glaubte ihm nicht. Es gebe zu viele Indizien, dass der 29-Jährige der Mittäter sei. Imam K., mit dem es eine Absprache über eine Strafobergrenze bei einem umfassenden Geständnis gab, wurde zu drei Jahren verurteilt. Seine Einlassung wurde positiv bewertet. Murat T. kassierte vier Jahre Haft. In die Entscheidung flossen die Urteile des Altenburger Gerichts mit ein.

Monika Löffler

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