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Lokales Einblick in den Traumberuf - Dresdner Schüler lernen Betriebe kennen
Dresden Lokales Einblick in den Traumberuf - Dresdner Schüler lernen Betriebe kennen
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23:18 09.09.2015
Sophie Kürner wirft in der riesigen Montagehalle der Elbe Flugzeugwerke einen Blick in einen Airbus A 300, der gerade von den Fluggerätmechanikern umgerüstet wird. Quelle: Christian Juppe

Die 16-jährige Sophie Kürner vom Gymnasium Dresden-Klotzsche ließ sich das nicht zweimal sagen und setzte sich, als sie davon hörte, sofort mit den Elbe Flugzeugwerken in Verbindung.

"Ich möchte einmal Fluggerätmechanikerin werden", sagt die Zehntklässlerin. Dass es sich dabei nicht gerade um einen klassischen Frauenberuf handelt, stört sie nicht. Schon seit langem interessiere sie sich für Flugzeuge und möchte den Aktionstag nutzen, um einen Einblick in diesen Beruf zu bekommen. Gemeinsam mit einem Klassenkameraden wird sie am 13. März vor Ort sein und den Auszubildenden und Mitarbeitern der Flugzeugwerke über die Schulter schauen.

Pflicht für die Schüler ist die Teilnahme an der Aktion übrigens nicht. Sie besuchen die Firmen aus freien Stücken und werden dafür von der Schule freigestellt. Auch die anderen Mädchen in Sophies Klassen machen von dieser Möglichkeit Gebrauch, allerdings hat sich keines von ihnen für einen technischen Beruf entschieden.

"Meine Mitschülerinnen besuchen eher Firmen im medizinischen oder künstlerischen Bereich", erzählt Sophie. Bei ihr sei das schon immer anders gewesen. Sie wollte bereits seit jeher nicht nur mit Flugzeugen fliegen, sondern auch wissen, was technisch dahinter steckt. Da wundert es auch kaum, dass Physik ihr Lieblingsfach ist.

Dass sich Mädchen für den Beruf des Fluggerätmechanikers erwärmen können, freut auch die Verantwortlichen der Flugzeugwerke: "Frauen sind bei uns immer willkommen. In der Vergangenheit haben sie in unserem Unternehmen stets gute Arbeit geleistet", berichtet André Vogel, der in dem Betrieb für die Ausbildung zuständig ist. 14 Fluggerätmechaniker würden jedes Jahr die Ausbildung, die insgesamt dreieinhalb Jahre dauert, abschließen.

Beliebt ist der Beruf, bei dem man im Einstieg als Facharbeiter ein Grundgehalt von etwa 2400 Euro brutto verdient, auch in Zeiten, in denen Firmen händeringend nach Azubis suchen. "Wir können nach wie vor aus einer Vielzahl von Bewerbungen auswählen", sagt Vogel. Etwa 250 bis 300 Interessenten gebe es jedes Mal für die Ausbildungsplätze.

In den Elbe Flugzeugwerken sind die Mechaniker vor allem damit beschäftigt, frühere Passagierflugzeuge vom Typ Airbus A 300 zu Frachtmaschinen umzubauen. "Innerhalb von 72 Tagen rüsten wir die Flugzeuge im Schnitt um. Unter anderem werden dann große Frachttore eingebaut und alle Verstrebungen verstärkt, damit sie die schweren Lasten der Container tragen können", erklärt der für die Strukturumrüstung zuständige Gruppenführer Andreas Müller. Als Sophie Kürner die riesige Halle, in der 450 Menschen arbeiten und drei Flugzeuge Platz haben, betritt, leuchten ihre Augen.

Obwohl sie sich bereits vieles über den Beruf im Internet angelesen hat, scheint es noch einmal etwas anderes zu sein, direkt im Betrieb die verschiedenen Arbeitsschritte hautnah zu erleben.

Genau dieses Praxisgefühl möchte "Schau rein!" den Teilnehmern auch vermitteln. Aus diesem Grund hoffen die Verantwortlichen vom Wirtschaftsforum Sächsisches Elbland, dass möglichst viele Schüler die Chance ergreifen.

Bisher haben sich in Dresden 36 Unternehmen mit 118 Angeboten bei "Schau rein!" angemeldet. Insgesamt gibt es 1176 Plätze für die Schüler in der Landeshauptstadt. 616 sind bereits vergeben.

@Weitere Informationen zu dem Aktionstag gibt es unter www.schau-rein-sachsen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.02.2013

Stephan Hönigschmid

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