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Lokales Ein umgebauter Krankentransportwagen erfüllt Schwerkranken die letzten Wünsche
Dresden Lokales Ein umgebauter Krankentransportwagen erfüllt Schwerkranken die letzten Wünsche
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18:19 19.01.2017
Sozialministerin und Schirmherrin Barbara Klepsch gemeinsam mit Wünschewagen-Projektleiter Thomas Höhne. Der umgebaute Krankenwagen ist bestens für lange Reisen ausgestattet, unter anderem ausziehbarer Liege und diversen medizinischen Gerätschaften.
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Dresden

Jeder Mensch hat Träume, die im Laufe seines Lebens in Erfüllung gehen sollen. Doch oft macht einem das Schicksal einen Strich durch die Rechnung und die Lebenszeit geht unerwartet früh zu Ende. „Gerade wenn das Leben zum Ende kommt, treten oft auch unerfüllte Wünsche in den Vordergrund“, sagt Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Sie ist Schirmherrin des Projektes „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Mit einem umgebauten Krankentransportwagen fahren Ehrenamtliche durch ganz Deutschland, um schwerkranken Menschen ihre letzten Wünsche zu erfüllen – etwa eine Reise ans Meer, ein Besuch im Zoo oder schlicht ein letzter Besuch bei der Familie. Die Wünschewagen nimmt nun Fahrt in Sachsen auf. Das in Leipzig stationierte Fahrzeug – ein Krankenwagen mit Spezialausstattung – ist eines von zehn solcher Autos des ASB bundesweit. Er bringt die Fahrgäste und seine Ahngehörigen unbürokratisch an ihren Wunschort. An Bord finden sich eine ausfahrbare Liege, die auch, wenn erwünscht, gegen einen Rollstuhl eingetauscht werden kann. Wer möchte kann auf einen großen Bildschirm DVD’s schauen oder fernsehen, Gardinen mache es im Inneren gemütlicher und schützen die Privatsphäre.

Insgesamt 15 speziell geschulte Ehrenamtliche sind in Sachsen unterwegs, die sich um das Organisatorische kümmern: Sie begleiten die Fahrten, planen die Reiseroute, organisieren Eintrittskarten. Der Fahrer hat ein bis zwei Begleiter dabei, von denen mindestens einer eine medizinische Ausbildung hat.

Einer der Ehrenamtlichen ist ASB-Notfallsanitäter Karsten Queitzsch. Im vergangenen Oktober hat er einem schwer erkrankten Mann seinen letzten Wunsch erfüllt: „Der Mann war 56 Jahre alt und litt an Krebs.Er hat das Meer sein Leben lang geliebt. Sein letzter Wunsch war es, noch nach Hamburg zu fahren“, erinnert sich Queitzsch. Zusammen mit seiner Frau konnte der Mann die Hansestadt an einem Wochenende erkunden. „Es geht mir schon sehr nahe, aber wir wussten ja, worauf wir uns einlassen.“ Ein besonders emotionaler Moment – sowohl für die Fahrgäste als auch die Sanitäter – sei die Rückfahrt. „ Für sie ist das ein Schritt Richtung Tod“, sagt Karsten Queitzsch. „Trotzdem ist es schön, den Menschen eine Freude zu machen.“

Weitere Informationen zur Anmeldung unter www.wuenschewagen.de

Von Juliane Weigt

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