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Dresden Lokales Ein Laptop für jeden Schüler
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16:55 15.04.2019
Dresden braucht eine Digitalisierungsstrategie für die Schulen. Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

Der Digitalpakt zwischen Bund und Ländern wird 250 Millionen Euro Fördermittel nach Sachsen spülen. 25 Millionen Euro davon sind der Anteil für Dresden. In wenigen Wochen werden die Vergaberichtlinien veröffentlicht, so Linke-Stadtrat Norbert Engemaier. „Wir brauchen jetzt dringend eine Strategie zur Digitalisierung der Dresdner Schulen“, fordert er. Nur damit könne die Stadt sinnvolle Investitionen gewährleisten.

Er wolle verhindern, dass das Geld mit der Gießkanne gleichmäßig über alle Schule verteilt werde. „Es bringt doch nichts, wenn Schulen große Monitore erhalten, die nicht genutzt werden, weil die Lehrer mit Tafel und Kreide unterrichten.“ Schulen, die in ihrem pädagogischen Konzept die Themen Digitalisierung oder Medienkompetenz betonen, müssten dafür die entsprechende Infrastruktur finanziert bekommen. Andere Schulen, die auf Kompetenzen wie handschriftliches Arbeiten Wert legen, würden dagegen keine Vollausstattung mit Computertechnik benötigen.

Die Entscheidung darüber, welche Ausstattung eine Schule erhält, sollte das Schulverwaltungsamt maßgeblich in die Hände der einzelnen Schulen legen. Der Stadtrat sollte lediglich einen Mindeststandard definieren. Langfristiges Ziel sei es, dass jeder Schüler über ein Endgerät verfügen und es auch für Hausaufgaben außerhalb der Schule nutzen kann. Bis es so weit ist, müsse sichergestellt werden, dass Familien mit geringem Einkommen durch die Digitalisierung der Schulen nicht schlechter gestellt würden.

In vielen Haushalten würden Kindern und Jugendlichen Endgeräte zur Verfügung stehen, die diese auch für Schulaufgaben nutzen könnten. „In Familien mit einem geringen Einkommen geht das nicht. Hier muss die Stadt tätig werden.“

Ziel sei es, so viele Anträge wie möglich zu stellen. „Wir wollen, dass Fördermittel in möglichst hohem Umfang für die Digitalisierung der Dresdner Schulen zur Verfügung stehen“, so Engemaier.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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