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Dresden Lokales Ein Konzept, aber kein Geld: Dresdner Rathausturm im Dornröschenschlaf
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11:28 12.07.2017
Vom Rathausturm bietet sich ein traumhaft schöner Blick auf die Stadt.  Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Die beiden höchsten Aussichtspunkte der Stadt sind geschlossen. Die Wiederbelebung des Fernsehturms wird gegenwärtig immerhin intensiv diskutiert, aber im Schatten des markanten Bauwerks in Wachwitz schläft der Rathausturm einen Dornröschenschlaf. Seit 2012 ist das 100 Meter hohe Bauwerk mit der Aussichtsplattform in 68 Metern Höhe geschlossen. Es fehlt ein zweiter Flucht- und Rettungsweg, die Aussichten auf eine baldige Wiedereröffnung stehen schlecht.

2010 hat sich ein Planungsbüro intensiv mit dem Rathausturm befasst und Kosten von 3,83 Millionen Euro für die Sanierung des markanten Bauwerks ermittelt. Mittlerweile rechnet die Verwaltung mit 5,2 Millionen Euro, weil die Baupreise gestiegen sind und die Substanz des Turmes über die Jahre nicht besser geworden ist. Haushaltsmittel für die Sanierung sind nicht eingeplant. Bevor der Turm angefasst wird, müsste erst der unsanierte Teil des Rathauses in den Blickpunkt rücken. Die vierte Etage musste wegen gravierender Brandschutzprobleme bereits gesperrt werden. Mindestens 100 Millionen Euro kostet es, den Sitz der Verwaltung auf Vordermann zu bringen.

Nach den vorliegenden Plänen könnte in der achten Etage des Turms der Kartenverkauf installiert werden. Die Etagen neun bis elf seien dann die Aussichtsebenen mit der Plattform auf Höhe des elften Obergeschosses. Maximal 75 Personen dürften sich nach diesem Konzept gleichzeitig in den Etagen fünf bis elf aufhalten. Allerdings besteht nach wie vor Klärungsbedarf hinsichtlich der sicheren Evakuierung, teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage des AfD-Stadtrats Harald Gilke mit.

Eines ist dagegen schon sicher: Mobilitätseingeschränkte und behinderte Personen werden den Rathausturm nicht besuchen können. Denn die Spindeltreppen sollen als Rettungsweg genutzt werden, was für diese Personengruppe ausgeschlossen ist.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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