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Lokales Ein Hundehaufen, ein SEK-Einsatz in der Dresdner Innenstadt und ein Prozess
Dresden Lokales Ein Hundehaufen, ein SEK-Einsatz in der Dresdner Innenstadt und ein Prozess
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08:09 18.07.2017
Der Prozess wird fortgesetzt. Quelle: dpa
Dresden

Die Polizei ist an Montagabenden in Dresden immer ziemlich präsent, am Abend des 12. April 2016 kam es richtig dick - ein SEK-Einsatz in der Dresdner Innenstadt. Die Wilsdruffer Straße war von 20.15 Uhr bis 23.40 Uhr zwischen Altmarkt und Postplatz gesperrt, umliegende Restaurants und ein Fitnessstudio wurden geräumt. Insgesamt waren knapp einhundert Beamte im Einsatz.

Der Auslöser für den Großeinsatz war eher banal – ein Streit um einen Hundehaufen zwischen Jörg W., der in der Wilsdruffer Straße wohnt, und einem Passanten. Letzterer hatte sich am frühen Abend mit seiner Frau und seinem Hund im Innenhof des Gebäudes aufgehalten. Als der Vierbeiner ein „großes Geschäft“ machte, kam es zu einem Wortwechsel, dann soll Jörg W. vom Fenster seiner Wohnung mit einer Pistole erst auf den Hund, dann auf dessen Besitzer gezielt haben. Der war echt erschrocken und informierte die Polizei.

Die Beamten stürmten, da der Mieter nicht öffnete, mit Schutzschild und Rammbock die Wohnung und fanden mehrere Schreckschusswaffen und Muntion. Wegen Bedrohung und unerlaubten Besitzes von Schusswaffen steht der 63-Jährige derzeit vor dem Amtsgericht. Er sei erbost gewesen, weil die Leute nie die Tretminen ihrer Hunde wegräumen, erklärte der Angeklagte, aber er nicht mit einer Waffe gedroht, sondern nur mit einer Taschenlampe herumgefuchtelt.

Die Hundebesitzer waren sich allerdings sicher, dass es sich um einen pistolenähnlichen Gegenstand gehandelt habe. „Es war eindeutig eine Waffe, er hielt sie auch so. Eine Taschenlampe hält man doch ganz anders.“ Eine Taschenlampe wurde auch konfisziert - eine mit Elektroschocker. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von ml

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