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Lokales Ein Herz für Dresdner Brunnen: Helga Mudra erfüllt das Vermächtnis ihres Mannes und spendet jedes Jahr Geld für Sanierungen
Dresden Lokales Ein Herz für Dresdner Brunnen: Helga Mudra erfüllt das Vermächtnis ihres Mannes und spendet jedes Jahr Geld für Sanierungen
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17:46 09.09.2015
Freut sich, dass der Brunnen "Der Flugwille des Menschen" wieder sprudelt: Helga Mudra. Quelle: Catrin Steinbach

Jedes Jahr habe er für die Sanierung und Erhaltung Geld gespendet. Als Theo Mudra 2006 starb, verebbte der Geldfluss nicht. Denn seine Frau übernahm den Part. Sie überweist seitdem weiter jedes Jahr ein hübsches Sümmchen an die Dresdner Stadtverwaltung. "Ich erfülle damit das Vermächtnis meines Mannes", lächelt die 74-Jährige.

Sie war gestern auch dabei, als es für den Brunnen "Der Flugwille des Menschen" an der Güntzstraße hieß: Wasser marsch! Denn das 1956/57 von Max Lachnit geschaffene, unter Denkmalschutz stehende Wasserspiel wurde nach umfangreicher Sanierung und Restaurierung unter Anteilnahme von vielen Dresdner Brunnenfreunden wieder eingeweiht.

260 000 Euro hat sich die Stadt Dresden die Instandsetzung des Brunnens kosten lassen. 4000 Euro des eingesetzten Geldes sind Spenden - zur Verfügung gestellt von Helga Mudra, den Elbe-Flugzeugwerken und der "Wohnheim Güntzstraße Dresden GmbH". Für das Geld wurde das marode Becken mit Sandsteinrand und Sandsteinschweif komplett abgetragen, restauriert und wieder neu aufgebaut. Auch die Brunnenplastik unterzog man einer fachgerechten Reinigung und Reparatur, Fehlstellen wurden restauratorisch ergänzt und nachmodelliert. Komplett neu sind Wasser- und Stromanschluss, Einbindung in die Kanalisation und die Springbrunnentechnik mit Umwälzpumpe. Diese befinden sich übrigens in einem unterirdischen Technikraum. Zudem wurden Bänke aufgestellt, so dass die Dresdner an dem neuen Schmuckstück unmittelbar neben dem Wohnheim Güntzstraße verweilen können.

In Betrieb ist der Brunnen in der bis Ende Oktober sprudelnden Brunnensaison täglich 10 bis 23 Uhr. Abends ab 19 Uhr werden die acht Wasserfontänen und die Brunnenplastik mit Unterwasserscheinwerfern effektvoll beleuchtet. So haben wohl die meisten Dresdner diesen Brunnen noch nie gesehen. Denn er war nach seiner Inbetriebnahme 1957 nur kurz in Betrieb und verfiel danach, so Umweltbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gestern bei der Einweihung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2014

Catrin Steinbach

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