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Lokales Ein Hauch von Ewigkeit - 18 Dresdner Begräbnisorte präsentieren sich zum Tag des Friedhofes
Dresden Lokales Ein Hauch von Ewigkeit - 18 Dresdner Begräbnisorte präsentieren sich zum Tag des Friedhofes
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17:38 09.09.2015

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Zur 14. Auflage des bundesweiten Aktionstages am Sonntag öffnen auch in Dresden wieder zahlreiche Anlagen ihre Pforten für Besucher. Unter dem diesjährigen Motto "Augenblick und Ewigkeit" warten Stadt und Vereine mit Vorträgen, Führungen und anderen kulturellen Beiträgen rings um Dresdens wohl gepflegteste Parkanlagen auf. 18 der insgesamt 58 Dresdner Friedhöfe beteiligen sich an dem Aktionstag. Ob geschütztes Kulturdenkmal oder noch voll intakte Friedhofsanlage, ob großer Waldfriedhof oder kleiner Gottesacker - sie alle wissen zu erzählen.

An Friedhöfen gehen Menschen oft mit einem Gefühl des Unbehagens vorbei. Für die meisten stehen sie synonym für das Lebensende, für Trauer und Verlust. Friedhöfe als Lebens- und Kulturraum, als grüne Lungen und Geschichtsbücher der Stadt - mit dieser Vorstellung tun sich viele schwer. Am Tag des Friedhofes gilt es, Tabus bewusst zu überwinden, sich aufzumachen, den Friedhöfen der Stadt ihre Geheimnisse zu entlocken. "Mit diesem Tag wollen wir den Friedhof als Ruhestätte, als Ort der Trauerbewältigung, als Erholungs- und Lebensraum von Menschen und in seiner Bedeutung für Natur und Umwelt vorstellen", sagt Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

So lädt unter anderem der Dresdner Schauspieler Tom Pauls bereits am Sonnabend um 14 zu einem Spaziergang an die Gräber berühmter Persönlichkeiten über den Urnenhain Tolkewitz, Wehlener Straße 15, ein. Bestattet sind hier beispielsweise die Maler Otto Gussmann und Gotthard Kuehl, Schauspieler Erich Ponto oder der Volkskundler Oskar Seyffert. Der Publizist Jürgen Naumann führt am Sonntag in einem Fotovortrag auf dem St. Pauli-Friedhof über den legendären Prominenten-Friedhof Pere Lachaise in Paris. Auf dem sowjetischen Garnisonfriedhof nimmt ein historischer Rundgang Besucher mit auf eine Reise in die Zeit der sowjetischen Besatzung in Dresden, als Mauern und Stacheldraht noch weite Teile des Dresdner Nordens bestimmten. Zudem sind Führungen über den Eliasfriedhof geplant, auf den man sonst nicht kommt. Dort sind Grabmäler aus der Zeit des Barock, Rokoko, Klassizismus, Biedermeier zu finden.

Zum zweiten Mal hatten Stadt und evangelische Kirche zudem zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. 43 beteiligten sich und reichten insgesamt 80 Aufnahmen von 23 Friedhöfen ein. Siegerin wurde Bettina Kramer mit ihrem Bild eines Grabsteins auf dem Alten Annenfriedhof. Mit einigen der Fotos von diesem und aus dem vergangenen Jahr ist eine Ausstellung gestaltet worden. Mit ihren acht Bannern ist sie bis 31. Oktober, montags von 8 bis 15 Uhr in der Feierhalle des Urnenhains Tolkewitz zu sehen. Danach soll sie an weiteren Orten in der Stadt gezeigt werden.

Auch für ernste Themen ist am Sonntag Raum, denn die Urfunktion des Gottesackers als Endpunkt allen irdischen Seins soll nicht geleugnet werden. Friedhofsgärtner und Mitarbeiter des städtischen Friedhofs- und Bestattungswesens informieren zu Grab- und Blumenschmuck, Beisetzungsvarianten sowie zur Problematik von Pflege und Erhalt der Dresdner Friedhöfe in Zeiten eines Trends zu preiswerten Beisetzungen und dadurch sinkenden Einnahmen.

Programm: www.dresden.de/friedhofstag

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2014

Jane Jannke und Tomas Gärtner

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