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Lokales Ein Grab für „The Danish Girl“ - Lili Elbe bekommt Ruhestätte zurück
Dresden Lokales Ein Grab für „The Danish Girl“ - Lili Elbe bekommt Ruhestätte zurück
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19:31 22.04.2016
Am Freitag wurde die wiedererrichtete Grabstelle von Lili Elbe auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof enthüllt. Quelle: dpa
Dresden

Im Film „The Danish Girl“ wird derzeit im Kino an die intersexuelle Lili Elbe erinnert - auf dem Dresdner Trinitatisfriedhof ist nun auch ihre Ruhestätte wieder sichtbar. Das nach einem historischen Foto rekonstruierte Grabmal wurde am Freitag in Anwesenheit des dänischen Botschafters Friis Arne Petersen sowie von Buchautor David Ebershoff und Drehbuchautorin Lucinda Coxon eingeweiht - genau über der Stelle, wo einst der Sarg in die Erde gelassen wurde. Das Erdwallgrab war in den 1960er Jahren eingeebnet und danach zufällig nicht neu belegt worden.

Lili Elbe (1882-1931) wurde als Einar Wegener in Dänemark mit männlichen und weiblichen Organen geboren. Beim Modell-Stehen für seine Frau, die Künstlerin Gerda Wegener, entdeckte der Maler seine Neigung, als Frau leben zu wollen. Er gilt als erster intersexueller Mensch, der sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog - 1930/1931 in Berlin und Dresden. Die „Verwandlung“ zur Künstlerin Lili Elbe stellte eine Sensation dar und galt als „unglaubliche Geschichte“. Elbe starb an nachfolgend aufgetretenen Komplikationen.

Die Produktionsfirma des Films „The Danish Girl“ finanzierte den Grabstein aus Granit, der schlicht mit „Lili Elbe-Geboren in Dänemark -Gestorben in Dresden“ und einem Jugendstil-Ornament versehen ist.

Sachsens Gleichstellungsministerin Katja Köpping (SPD) mahnte bei der Feier vor mehr als 100 Gästen zum „Respekt vor Lebensentwürfen, die nicht unsere eigenen sind“ und erinnerte daran, dass „queer lebende“ Menschen noch immer diskriminiert werden. „Wir dürfen trans- und intersexuellen Menschen, wenn es um die Frage des eigenen Geschlechts geht, das Recht auf Selbstbestimmung nicht verweigern.“ Die Rückkehr der Grabstätte für Lili Elbe sei ein wichtiger Schritt zu einer Gedenkkultur, die auch diese Menschen einbezieht.

dpa

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