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Lokales Ein Dresdner Wahrzeichen verschwindet
Dresden Lokales Ein Dresdner Wahrzeichen verschwindet
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17:50 16.10.2017
Projektleiter Hajo Ettrich mit der Kranspinne. Der Bagger wird sich Stück für Stück nach unten arbeiten und den Schornstein abreißen. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Landeshauptstadt verliert ein Wahrzeichen – aber der Aufschrei von Architekturkritikern und Traditionalisten bleibt aus. Es handelt sich nämlich um den 200 Meter hohen Schornstein in Reick, nach dem Fernsehturm das zweithöchste Bauwerk der Stadt. Vor über 40 Jahren errichtet, wird der Schornstein nicht mehr benötigt. Die Dresdner Stadtwerke (Drewag) haben ihn bereits im Sommer durch zwei knapp 50 Meter hohe Stahlschornsteine ersetzt, wie Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mitteilte.

Bauleute haben in den vergangenen Wochen den Schornstein schon bearbeitet und ihn gewissermaßen ausgehöhlt. Die Innenausmauerung wurde entfernt und nun beginnt der sichtbare Teil der Abrissarbeiten: Ab nächste Woche frisst sich ein sogenannter Spinnenbagger auf dem Schornstein in die Tiefe. Das Gerät knabbert die Teile des Stahlbetonschaftes an und befördert sie Stück für Stück nach innen, erklärte Projektleiter Hajo Ettrich.

Damit wird auch nach außen sichtbar, dass Reick schon lange ein Innovationskraftwerk ist und keine veralteten, überdimensionierten Schornsteine mehr benötigt. Bisher konnten die beiden Dampferzeuger mit einer Dampfturbine und zwei Heißwassererzeugern nicht flexibel gefahren werden, sondern sie mussten mindestens acht Stunden am Stück betrieben werden. Sonst hätte das Abgas Durchfeuchtungsschäden im gemauerten Schornstein angerichtet, so Ostmann. Manchmal seien die Heißwassererzeuger aber nur eine Stunde am Tag benötigt worden. Die Drewag investieren in das gesamte Vorhaben rund drei Millionen Euro.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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