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Ein Architekturbüro will in Dresden unter der Waldschlößchenbrücke eine Brücke schlagen

Neuen Stadtraum produktiv nutzen Ein Architekturbüro will in Dresden unter der Waldschlößchenbrücke eine Brücke schlagen

Unter der Waldschlößchenbrücke ist ein neuer Stadtraum entstanden. Genutzt werden die Flächen unter den Brückenbögen aber nicht. Der Architekt Benjamin Grill will das ändern und den Ort mit dem Projekt „Brückenpark Dresden“ extrem aufwerten.

Brückenschlag unter der Brücke.
 

Quelle: Klaus Gigga

Dresden.  Das Dresdner Büro G.N.b.h. Architekten und der Verein „248 Wheels“ wollen den Raum unter den Bögen der Waldschlößchenbrücke beleben. „Brückenpark Dresden“ ist als ein sogenanntes Mikroprojekt für die Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 aufgenommen worden. „Wenn der Stadtrat die Mittel bereitstellt, können wir unsere Ideen aber auch früher umsetzen“, erklärt Benjamin Grill.

Der Architekt wohnt in der Neustadt und ist regelmäßig am Elbufer unterwegs. „Ich fand es relativ enttäuschend, was mit dem Raum unterhalb der Waldschlößchenbrücke geschieht. Deshalb haben wir überlegt, wie wir positiv damit umgehen können.“ Immerhin ist die Fläche dank der Brücke halbwegs wettergeschützt. „Im Moment wird sie von Jugendlichen eher unstrukturiert als Treffpunkt genutzt“, hat Grill beobachtet. Er will gemeinsam mit „248 Wheels“ – der Verein betreibt in Reick eine Skatehalle – einen Platz für Freizeit und Sport unter den Brückenbögen etablieren.

Auf der Neustädter Seite könnte eine Anlage für Inlineskater, Skateborder und BMX-Fahrer entstehen, auf der Altstädter Seite ein Sportplatz für Streetball, Basketball und Streethockey, so der Plan. Obwohl es großen Bedarf gebe, sind kaum nutzbare Flächen für Skateborder auf der Neustädter Elbseite vorhanden, weiß Grill. Der Fußgängertunnel am Neustädter Markt wurde zugeschüttet. „Diese Lücke wollen wir schließen.“ Bei der Stadtverwaltung sei das Vorhaben auf großes Interesse gestoßen und wurde auf die Liste der Mikroprojekte gesetzt.

Bis 2019 könnte der „Brückenpark“ durchaus Wirklichkeit werden, so Grill, wenn die erforderlichen Gelder fließen. „Wir würden das Projekt gerne solide weiterführen. Es wäre eine Möglichkeit, Johannstadt und Neustadt produktiv miteinander zu verknüpfen“, findet der Architekt. Unter der Brücke sei ein neuer städtischer Raum entstanden, der ein riesiges Potenzial besitze. Im Moment weise die Fläche mit dem großformatigen Pflaster eher eine gewisse Tristesse aus. „Wir sehen die Chance, diesen Ort extrem aufzuwerten.“

Mit dem „Brückenpark“ könne eine ideelle Brücke zwischen Stadtteilen, Bevölkerungsstrukturen, Neu- und Alt-Dresdnern errichtet werden. „Der Waldschlößchenbrücke haftet ein negatives Image an. Das wollen wir ein Stück weit ins Positive drehen“, erklärt der Architekt seine Intention. „Die neue Elbquerung wird seit 2013 genutzt. Mit dieser Situation müssen wir umgehen und etwas daraus machen“, findet er.

Vor wenigen Tagen haben das Büro und die Vereine 248 Wheels und BC Dresden mit einer Installation unter den Brückenbögen im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung 2025auf ihr Vorhaben aufmerksam gemacht. „Zuerst mussten wir sehr viele Glasscherben und Müll wegräumen“, so Grill. Dann seien die Initiatoren mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen – mit Interessenten und Passanten. „Wir haben dabei keine negative Reaktion wahrgenommen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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