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Lokales Eigentümer hat große Pläne mit dem Parkhotel
Dresden Lokales Eigentümer hat große Pläne mit dem Parkhotel
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14:25 04.12.2018
Eigentümer Jens Hewald und seine Frau Mandy auf der Terrasse des Parkhotels. Sie soll zukünftig vom neuen Cafe aus zu erreichen sein. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Jens Hewald sitzt in seinem Büro im Parkhotel auf dem Weißen Hirsch. „Mit dem, was wir hier jetzt machen, will ich mich die nächsten 30, 40 Jahre nicht noch einmal beschäftigen müssen“, sagt er. Er will sein Werk solide und nachhaltig zu Ende bringen. Sein Werk in Dresden – das ist die komplette Sanierung des Parkhotels und die neue Nutzung des Hauses. Immerhin 10.000 Quadratmeter. Wobei... zu Ende bringen? „Fertig wird das hier nie“, ergänzt seine Frau Mandy. „Und das muss es auch nicht.“ Denn es sei eine sehr schöne Aufgabe.

Jens Hewald hat das ehemalige Hotel vor rund drei Jahren erworben. Jetzt steckt er mittendrin in der Sanierung. Mittlerweile ist auch von außen einiges zu sehen. Die Gerüste, die die Fassaden an Bautzner Landstraße und Stechgrundstraße lange Zeit verbargen, sind größtenteils verschwunden. Eigentlich waren sie nötig für die Sanierung des Daches, doch ließ Hewald bei der Gelegenheit auch gleich die Fassade grunderneuern – und sie erhielt einen leicht geänderten Farbton; die Denkmalpflege war einverstanden. Im Obergeschoss wurden und werden große Fenster nach historischem Vorbild eingebaut.

Eigentümer Jens Hewald und seine Frau Mandy auf der Terrasse des Parkhotels. Dort sollen sich zukünftig auch die Besucher des neuen Cafes niederlassen können. Quelle: Dietrich Flechtner

Am Wochenende haben zwei neue Geschäfte im Parkhotel eröffnet. Brautmode – Kleider, Schuhe, Accessoires –  bietet Juliane Pollok in ihrem Laden „blush & bleu“ an. Das passt zum Haus, denn als Ort für die Hochzeitsfeier wird der Ballsaal immer beliebter. Und dazu passt auch der zweite Laden: An der Ecke, wo im Mai Wolle Försters Sushi-Restaurant schloss, ist „my-cakes“ entstanden, ein Ableger des Cafes „Fräulein Lecker“ am Alaunpark. Die beiden Betreiberinnen haben die Herstellung der handgemachten Backwerke auf den Weißen Hirsch verlagert, bieten dort Torten zu allerlei Anlässen und demnächst auch Backkurse an. Aber erst ab Februar – derzeit ist zu viel zu tun.

75 Parkplätze für Mieter und die Öffentlichkeit

Demnächst einziehen wird ein dritter Mieter. Über dem Torten-Laden wird die Agentur „xport communication“, derzeit noch in der Neustadt, knapp 300 Quadratmeter übernehmen und von dort Internet-Marketing für Tourismus, Hotellerie und Gastronomie betreiben. Die Agentur hat zudem etwas Besonderes vor: Sie will ein Hotelzimmer aus dem Parkhotel gleich neben den Geschäftsräumen übernehmen und im alten Stil wieder herrichten.

Gleich Anfang 2019 wird Jens Hewald zwei weitere Projekte in Angriff nehmen. Nach 20 Jahren werden die Zimmer im verpachteten „Hotel de Saxe“ (Villa Emma) renoviert – möglichst vor dem Hutball am 22. März. Und erste Arbeiten für die geplante Parkgarage im Hof sollen beginnen. Dort entstehen auf zwei Ebenen, teilweise unterirdisch, 75 Parkplätze – für die Beschäftigten und die Büros im Haus, aber auch öffentlich wird das Parkhaus nutzbar sein. Kosten rund eine Million Euro. Wer die Parksituation auf dem Weißen Hirsch kennt, wird das sehr zu schätzen wissen. Zwar steht die endgültige Baugenehmigung noch aus, aber Hewald will schon mal mit den Vorbereitungen beginnen, die er auch ohne denBescheid vom Amt angehen kann.

Ein weiteres Projekt für 2019 ist das Cafe´ im Parkhotel. Es soll auf knapp 200 Quadratmetern neben dem Blauen Salon entstehen, auch Platz für kleinere Feiern und Veranstaltungen bieten und einen Zugang zur Terrasse haben, die entlang der Bautzner Landstraße über den Geschäften verläuft. Derzeit gebe es, sagt Hewald, „intensive Gespräche“ mit einem interessierten Betreiber.
Gut 6000 Quadratmeter der Nutzfläche werden derzeit genutzt, auf den restlichen knapp 4000 Quadratmetern sollen mittelfristig Büroflächen, Konferenzräume und Mietbüroplätze entstehen. Anfragen gebe es reichlich, erklärt Hewald, aber das müsse funktionieren in dem Konzept, das ihm als Eigentümer vorschwebt. Er will seine Mieter so auswählen, dass sie zusammenpassen und dass wieder nachhaltig Leben einzieht in den Komplex.
Zur Nachhaltigkeit gehört für den Unternehmer auch, dass das Parkhotel einmal wirtschaftlich betrieben werden kann. „Wir buttern hier Geld rein in der Hoffnung, irgendwann mal wieder was rauszukriegen“, sagt Jens Hewald. Aber er ist Realist: „Das wird noch Jahre dauern.“

Von Bernd Hempelmann

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