Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dynamo: Lames will das baurechtliche Skalpell auspacken
Dresden Lokales Dynamo: Lames will das baurechtliche Skalpell auspacken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:58 26.01.2017
Quelle: Stephan Lohse
Anzeige
Dresden

Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) hat sich am 26. Januar vor dem Stadtrat zum neuen Trainingszentrum für Dynamo Dresden bekannt. „Wir wollen dieses Vorhaben im Rahmen des geltenden Rechts möglich machen.“ Die Fachämter der Stadtverwaltung hätten Stellungnahmen innerhalb des Bauantragsverfahrens abgegeben, dabei seien Versagungsgründe für eine Baugenehmigung vorgetragen worden. Es handele sich um Argumente der Landschaftsplanung, des Artenschutz und des Hochwasserschutz, so Lames.

Diese Stellungnahme habe ein sehr hohes Gewicht. Der Bauherr, die städtische Gesellschaft DGI, erhalte jetzt die Gelegenheit zur Stellungnahme. „Es handelt sich um ausgesprochen schwierige Fragen“, räumte der Sportbürgermeister ein, „viele Sachverhalte müssen noch einmal neu bewertet werden.“ Grünen-Stadtrat Torsten Schulze hatte gefragt, wie die Verwaltung zu einer gerichtsfesten Genehmigung für den Neubau kommen wolle. „Innerhalb des Baugenehmigungsverfahrens mit einer sehr vertieften Prüfung und Erörterung“, erklärte Lames.

Thomas Blümel, Sportpolitiker der SPD-Fraktion, wies darauf hin, dass der Standort im Ostragehege nach einer umfangreichen Suche gefunden wurde. „Es war der einzige geeignete Standort innerhalb der Stadtgrenzen und rechtlichen Rahmenbedingungen.“ Der Freistaat Sachsen habe sich zu einer Förderung von zwei Millionen Euro bekannt, die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit mit dem Haushaltsbeschluss vier Millionen Euro Fördermittel eingeplant. „Wie ist die rechtliche Situation hinsichtlich der Baugenehmigung?“, wollte Blümel wissen, „kann eine einzige negative Stellungnahme das Maß aller Dinge sein?“

Die Einwände des Umweltamtes von Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) müssten rechtlich und tatsächlich geprüft werden, erklärte Lames. „Wir werden mit dem baurechtlichen Florett bei dieser Frage nicht weiterkommen, wir werden das baurechtliche Skalpell auspacken müssen“, erläuterte er die Schwierigkeiten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Stadtrat hat am 26. Januar mit 37 gegen 27 Stimmen die Veränderungssperre für das Baugebiet Marina Garden in der Leipziger Vorstadt um ein Jahr verlängert.

23.03.2018

Für die soziale Betreuung geflüchteter Menschen gelten in Dresden ab 1. Juni 2017 neue einheitliche Standards. Träger, die sich für diese Tätigkeit interessieren, können sich jetzt beim Sozialamt mit ihrem Konzept bewerben. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Aufruf der Stadt zur Interessenbekundung hervor.

27.01.2017

Samsung investiert 20 Millionen Euro in Dresden, um seiner stetig wachsenden Organikelektronik-Tochter Novaled ein neues Hauptquartier zu verschaffen. Dafür lässt der südkoreanische Konzern die denkmalgeschützte „Alte Mühle“ der früheren Heeresbäckerei sanieren und um einen Neubau ergänzen

27.01.2017
Anzeige