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Dritter Anlauf für den Körnerweg

Dresden-Loschwitz Dritter Anlauf für den Körnerweg

Die Posse um den Körnerweg, den aus Kopfsteinpflaster bestehenden Teil des Radwegs an der rechten Seite der Elbe in Loschwitz, geht weiter. In der Ortsbeiratssitzung am Mittwoch stellte Bauamtsleiter Reinhard Koettnitz den nächsten Schritt vor.

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Radfahrer auf dem Körnerweg in Dresden.
 

Quelle: Konrad Krause/ADFC Dresden

Dresden.  Die Posse um den Körnerweg, einen aus Kopfsteinpflaster bestehenden Teil des Radwegs an der rechten Seite der Elbe in Loschwitz, geht weiter. In der Ortsbeiratssitzung von Mittwoch, 18. Januar, stellte Bauamtsleiter Reinhard Koettnitz den nächsten Schritt vor.

Nachdem für den unter Denkmalschutz stehenden und unbequem zu befahrenden Abschnitt bereits zweimal Testflächen mit neuen Belägen angelegt wurden, folgt demnächst ein dritter Anlauf. „Die erste Version bruchrauer Sandsteine wies zu hohe Unebenheiten auf, war teilweise schlechter zu befahren als das vorhandene Material“, erklärte Koettnitz. Die zweite Fläche aus geschnittenen gestockten Sandsteinen, war wiederum zu glatt, einer Terrassenfläche gleich, so dass sie spätestens bei Regen oder Laubfall zu einer potenziellen Gefahr herangewachsen wäre.

Was wie ein Schildbürgerstreich klingt, hat schon zweimal zu Zeit- und Geldverlust geführt, bevor die Idee kam, als Belag ein „Zwischending“ der ersten beiden Versuche zu verarbeiten – diesen aber gleich auf 75 Metern Länge und 2,30 Metern Breite. 242.000 Euro wird diese Maßnahme kosten, die je nach Witterung zwischen Ende Februar und Anfang März beginnen und sich bis Mitte des Jahres ziehen soll.

Wie es denn weiter ginge, sollte sich die Sanierungsfläche als hinreichend befahrbar erweisen, wollte Rolf Leonhardt, stellvertretender Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), wissen. „Dann werden weitere Abschnitte geplant“, so Koettnitz. Das Reststück zu bauen würde allerdings einige Jahre dauern. „Die finanziellen Mittel sind aber da.“ Dass sich im Falle einer eventuellen Überschwemmung die Ebenheit der Fläche nicht ändert, könnte vonseiten des Bauamtes allerdings nicht gewährleistet werden.

Auch die Parksituation rund um den Dorfplatz war ein großes Thema, bei dem allerdings keine Fortschritte gemacht wurden. Angedacht ist, dass auf einer Grünfläche am Loschwitzer Wiesenweg eine Parkfläche für bis zu 20 Fahrzeuge entstehen könnte.

Das Bedarfskonzept für Parkflächen, mit dem das Straßenbauamt arbeitet, stammt jedoch von 2008 - eine Aktualisierung sei nicht nötig, so Koettnitz. Dem widersprachen Vertreter der Bürgerinitiative Dorfkernberuhigung. 2008 befand sich im betroffenen Bereich ein Poller. Dessen Fahlen ermögliche nun illegales Parken.

Eine ebenfalls angedachte Parkfläche unterhalb des Blauen Wunders wird von oberster Stelle nicht abgesegnet, wie Stadtratsmitglied Tilo Wirtz (Die Linke) mitteilte. „Sie befindet sich in einen Landschaftsschutzgebiet und da wir keinen zwingenden Parkbedarf sehen, werden wir die Situation nicht auf Kosten des Landschaftsschutz lösen.“ Eine Alternative konnte jedoch auch er nicht anbieten.

Von Gerrit Menk

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